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	<title>Spezial: Farbbeutelinfo No. 2</title>
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	<td><h3>Farbbeutelinfo No 2</i></h3>
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<h3>Nach dem Krieg ist vor dem Krieg</h3>
<h2>F&uuml;r eine radikale Perspektive gegen jeden Krieg</h2>

<b> Aus aktuellem Anla&szlig; wollen wir am Dienstag den 22.2.2000, um 11 Uhr dem Ausw&auml;rtigen Amt einen Besuch abstatten. Nachdem bei der offiziellen Einweihung 25.000 Menschen &uuml;ber den Terrakotta-Boden im neuen Arbeitszimmer des Kriegsau&szlig;enministers Fischers trampeln durften und sich anstatt &uuml;ber den Krieg &uuml;ber Fischers Stillosigkeit mokierten, werden wir Antikriegspositionen h&ouml;rbar machen. Wir werden den Ort, an dem die zuk&uuml;nftigen "humanit&auml;ren" Interventionen im Interesse der BRD und Europ&auml;ischen Union vorbereitet werden, mit einer ersten Kundgebung gegen den Krieg einweihen.</b><br>

Der aktuelle Anla&szlig; ist die Vernehmung Fischers wegen des Farbbeutelanschlages auf dem Kriegsparteitag der Gr&uuml;nen in Bielefeld. Dort wurde ihm anl&auml;&szlig;lich seiner Rolle als Mitverantwortlicher f&uuml;r den Kosovo-Krieg ein Farbbeutel ins Gesicht gepfeffert. Sein Ohr was das erste deutsche Kriegsopfer an  der Heimatfront. Der Farbanschlag markierte ihn in seiner Rolle als deutscher Au&szlig;enminister und als Chef der J&auml;ger 90/Die Gr&uuml;nen blutrot und sprach vielen Menschen aus dem Herzen. Die nicht &ouml;ffentliche Vernehmung Fischers wurde von der Verteidigung der Werferin beantragt. Fischer wird zum Kosovo-Krieg befragt werden. Fischer selber l&auml;&szlig;t es sich offensichtlich nicht nehmen, den Vernehmungsrichter lieber ins Ausw&auml;rtige Amt zu bestellen, als sich als Vizekanzler in ein popeliges Amtsgericht zu bem&uuml;hen. Das ist gut so:<b> Das Ausw&auml;rtige Amt ist einer der politischen Orte an den -neben Parlament, Medien, Waffenr&uuml;stungsfirmen und Milit&auml;rs- eine radikale Kritik der Nach- und Vorkriegsgesellschaft hingeh&ouml;rt.</b> <br>

Auch wenn Fischer die Vernehmung platzen lassen sollte, weil er wieder in irgendwelchen Flugzeugen sitzt, um die "Absatzm&auml;rkte und Zug&auml;nge zu den Ressourcen" im Interesse der BRD und EU, zu vertreten- wir werden die Kundgebung nicht platzen lassen!
Wir sind nicht bereit, tatenlos zuzuschauen, wie der vergangene Krieg zu einem Nichtthema wird und &uuml;ber die Folgen niemand mehr reden mag. Wir sind auch nicht bereit, zuk&uuml;nftigen Kriegsvorbereitungen tatenlos zuzusehen.
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<br>

<b>Wir wollen &Ouml;ffentlichkeit :</b><br>

1. gegen die Bombenangriffe von deutschen Tornadobombern und anderen Natotruppen;<br>

2. f&uuml;r die unschuldig Ermordeten, die mit dem Unwort des Jahres  "Kollateralsch&auml;den" unsichtbar gemacht werden sollten;<br>

3. &uuml;ber die Medien und Propaganda der Nato, die z.B mit zu schnell laufenden Videos ihre r&uuml;cksichtlose "Humanit&auml;t" zerbomter ziviler Z&uuml;ge zu verschleiern sucht;<br>

4. &uuml;ber die Verkehrung der Vertreibung und Ermordung von KosovoalbanerInnen  in Vertreibung und Ermordung von SerbInnen, Roma und anderen Menschen  im Protektorat der Natol&auml;nder  unter Aufsicht der verschiedenen Milit&auml;rs;<br>

5. gegen die aggressive Fl&uuml;chtlingspolitik des Aushungerns, der Zwangverpflegung und der Obdachlosmachung in der Festung Europa mit dem Ziel der Vertreibung und Abschiebung der Fl&uuml;chtlinge, (eindrucksvoll belegen dies der vergangene Hungerstreik von Kriegsfl&uuml;chtlingen aus allen Teilen Jugoslawiens in den verschiedenen Heimen des "Roten Kreuzes");<br>

6. gegen  die t&auml;glichen Angriffe und Morde an Ausl&auml;nderInnen und Brutalisierung der Gesellschaft;<br>

7. sowie gegen das Vergessenwollen und die Entsorgung der deutschen Geschichte;<br>

8. ...
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All das treibt uns, die Vernehmung Fischers zum Anla&szlig; f&uuml;r eine Mobilisierung vor das Ausw&auml;rtige Amt zu nehmen. Auch wenn der Widerstand gegen den Kosovokrieg ausgesprochen d&uuml;nn war, wollen wir uns damit nicht abfinden. Wir wollen eine Auseinandersetzung zu dem vergangenen Krieg weil wir hinsichtlich der kommenden Kriege eine Position stark machen wollen, die offensiven Widerstand gegen zuk&uuml;nftige Eroberungskreuzz&uuml;ge auf breitere Grundlagen zu stellen wei&szlig;.<br>

Die Kundgebung ist eine M&ouml;glichkeit, unsere grunds&auml;tzliche Opposition zu gesellschaftlichen Verh&auml;ltnissen zum Ausdruck zu bringen, die diesen Krieg erm&ouml;glicht haben und zuk&uuml;nftige Kriege erm&ouml;glichen werden, wenn nicht ein breiter au&szlig;erparlamentarischer und entschlossener antimilitaristischer Widerstand Schranken setzt.
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Auch wenn die Uhrzeit weder ArbeiterInnen noch FaulenzerInnen entgegen kommt, freuen wir uns &uuml;ber eine breite Beteiligung und Unterst&uuml;tzung.<br>

Wir planen sowohl kulturelle als auch politische Beitr&auml;ge zu den Themen Fl&uuml;chtlingspolitik in Deutschland, Deserteure im Allgemeinen und Totalverweigerung in der BRD im Besonderen, eine Analyse der Kriegspolitik im Zusammenspiel mit der Bedeutung der Fl&uuml;chtlinge als Man&ouml;vriermasse der verschiedenen Milit&auml;rs im Krieg etc. Au&szlig;erdem versuchen wir, Fl&uuml;chtlinge und Deserteure direkt zu gewinnen, die ihre Stimmen zu Fischers Ohr tragen.
<b>Kundgebung: Dienstag, 22.02, um 11.00 Uhr zwischen Alt- und Neubau des Ausw&auml;rtigen Amtes an der Kurstra&szlig;e in Berlin Mitte. Bringt Trillerpfeifen u.&auml;. mit, um fette Staatskarossen lautstark zu begr&uuml;&szlig;en.</b>
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Wer Geld spenden will: Proze&szlig;konto des Berliner Ermittlungsausschusses, EA, Kontonr.: 20610-106. Postbank Berlin, Bankleitzahl: 10010010. Wichtig ist das Stichwort: AUFPRALL. Geld, das &uuml;brig bleibt, bekommt der EA. Alle, die Kontakt suchen, schreiben an:<br>
 "Fischerch&ouml;re", c/o Buchladen "Schwarze Risse", Gneisenaustr.. 2a 10961 Berlin (Zu den weiteren Prozessen demn&auml;chst mehr)
 
	
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