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	<title>Kein FriedeN mit der NATO - Aufruf 2</title>
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<table border="0" width="80%" height="100%" align="center">
<tr>
	<td><h3>Aufruf von Avanti, Linksruck u.a. zur Demonstration am 03.04.99 in Kiel</h3></td>
</tr>

<tr>
	<td><p align="center"><font size="+3" face="Arial"><strong>Nein zum

NATO-Angriffskrieg !</strong></font></p>



<p align="center"><font size="+2" face="Arial"><strong>Deutsche

Truppen raus aus dem Balkan !</strong></font></p>



<p><b>Der Angriff der NATO auf die Bundesrepublik Jugoslawien ist

ein illegaler Akt der Aggression, dem jede völkerrechtliche

Grundlage fehlt. Auch deutsche Kampfflugzeuge beteiligen sich an

den Bombardierungen, obwohl das Grundgesetz die Führung eines

Angriffskrieges ausdrücklich verbietet.</b></p>



<p><b>Mit voller Absicht haben die NATO-Regierungen die UNO

übergangen und sich selbst &#150; ohne jede Legitimation &#150;

zum Weltpolizisten aufgeschwungen. Die Gefahr einer weiteren

Eskalation des Krieges ist unübersehbar. Bereits nach wenigen

Tagen hat sich herausgestellt, daß die Luftangriffe nicht etwa

den Schutz der Kosovo-AlbanerInnen bewirken, sondern zu ihrer

verschärften Verfolgung beigetragen haben. Immer offener wird

das Nachdenken über den Einsatz von Bodentruppen gegen die

Republik Jugoslawien, da das vorgebliche Ziel des Luftkrieges,

die Verhinderung einer &quot;humanitären Katastrophe&quot;,

offensichtlich nicht herbeigebombt werden kann. Spätestens dann

wird der Krieg große Verluste auch auf Seiten der NATO fordern,

von den Gefahren der internationalen Probleme und einer

Ausweitung des Krieges ganz zu schweigen.</b></p>



<p><font size="3">Uns wird gesagt, der Krieg sei notwendig, weil

&quot;irgendetwas getan werden müsse&quot;. Die Angriffe hätten

das Ziel, eine &quot;humanitäre Katastrophe&quot; zu verhindern.

Und der Krieg würde nicht gegen das serbische Volk, sondern

gegen die Regierung Milosevic geführt. Stimmt das? Tatsache ist,

daß die Verfolgung und Vertreibung von AlbanerInnen im Kosovo

mit der militärischen Eskalation an Schärfe deutlich zugenommen

hat. Tatsache ist auch, daß Luftangriffe &#150; auch mit

modernen Waffen &#150; eben keine &quot;chirurgischen

Schläge&quot; sind, sondern immer auch ZivilistInnen und

Unbeteiligte getötet oder verstümmelt werden. Weder die NATO

noch die serbische Seite haben zur Zeit ein Interesse daran, uns

über die tatsächliche Zahl der Opfer zu informieren.</font></p>



<p><font size="3">Hinter der NATO-Aggression steht zudem eine

unerträgliche Doppelmoral. Im Fall der Türkei z.B., deren nicht

minder brutale Unterdrückung der kurdischen Bevölkerung bereits

seit Jahrzehnten andauert, hat es niemals eine Drohung der NATO

gegeben, um dort die Menschenrechte durchzusetzen. Im Gegenteil

wurde und wird das türkische Regime auch von Deutschland mit

Waffen für diesen schmutzigen Krieg versorgt, in dem &#150; wie

im Kosovo &#150; zehntausende vertrieben und Dörfer zerstört

werden. Die Liste der Länder, die nach den jetzt angewandten

Maßstäben ebenfalls angegriffen werden müßten, tatsächlich

aber akzeptiert oder gar unterstützt werden, ließe sich

problemlos fortsetzen ...</font></p>



<p><font size="3">Wenn Milosevic geschwächt werden soll, warum

wurde in den vergangenen Jahren die serbische, demokratische

Opposition nicht unterstützt? Hat jemals eine Regierung stärker

unter einem Krieg gelitten, als die Zivilbevölkerung? Wann hat

ein Krieg jemals zu Frieden geführt? Die serbische Regierung hat

die Stimmung eines Großteils der Bevölkerung jetzt auf ihrer

Seite &#150; eine Bedrohung von außen kittet die inneren

Gräben.</font></p>



<p><font size="3">Wie schon im Golfkrieg werden wir belogen: Der

Golfkrieg wurde als ein Krieg gegen die Diktatur Saddam Husseins

bezeichnet &#150; Saddam Husseins Diktatur existiert weiter,

Kuwaits Ölquellen sprudeln aber wieder für Europa und die USA.</font></p>



<p><font size="3">Warum wird dieser Krieg wirklich geführt? Es

gibt viele Gründe &#150; die Menschenrechte, die ehrliche Sorge

um die Kosovo-AlbanerInnen spielen dabei die geringste Rolle!</font></p>



<ul>

    <li><font size="3">die NATO will ihren Machtbereich

        ausdehnen, sie signalisiert Rußland und der GUS

        deutlich, daß sie überall ihren Willen durchsetzen kann

        &#150; auch mit Gewalt. Der Bruch des geltenden

        Völkerrechts &#150; nach dem allenfalls die UNO, nicht

        das angebliche Verteidigungsbündnis NATO, solche

        Angriffe durchführen dürfte&#150;wird in Kauf genommen.

        </font></li>

    <li><font size="3">Der Machtanspruch der westlichen

        Industriestaaten, auf der ganzen Welt ihre politischen

        und vor allem wirtschaftlichen Bedingungen diktieren zu

        können,wird durch die exemplarische Abstrafung

        Jugoslawiens untermauert. </font></li>

    <li><font size="3">die Militärs des Westens erproben neue

        Waffen gegen eine als schlagkräftig angesehene Armee,

        die Rüstungskonzerne frohlocken: Kein Produkt ist so

        profitabel, wie eines, das sich selbst zerstört! </font></li>

    <li><font size="3">Deutschland und seine Armee haben einen

        riesigen Schritt zur international handelnden

        Militärmacht getan &#150; das lästige Erbe von 1945 ist

        abgestreift,die Lehren aus dem Hitlerfaschismus

        vergessen. </font></li>

</ul>



<p><font size="3">Deutsche Truppen befinden sich erstmals nach

Ende des Zweiten Weltkriegs wieder im Kampfeinsatz - in einem

Angriffskrieg - auf einem Territorium, auf dem die Nazi-Wehrmacht

besonders gegen die Zivilbevölkerung gewütet hat. Tornados

werfen Bomben auf Serbien, deutsche Panzer stehen zum Angriff

bereit in Mazedonien. Die Militarisierung der BRD-Außenpolitik

ist in den letzten Jahren immer weiter fortgeschritten. Seit dem

Fall der Mauer und der &quot;Wiedervereinigung&quot; hat sich die

Bundeswehr immer mehr von einer Verteidigungs- zu einer

Interventionsarmee gewandelt. Gab es vor wenigen Jahren auf einer

ersten Etappe dieser Entwicklung auch im bürgerlichen Lager noch

einen Konsens, daß Bundeswehreinsätze eines UNO-Mandats

bedürfen und daß nie wieder ein deutscher Soldat dort stehen

dürfe, wo die Hitlerarmee ihre Verbrechen begangen hat, so ist

die Zustimmung zum Krieg gegen Jugoslawien heute fast ungeteilt.

Nur noch die PDS und einige wenige Grüne lehnen den Einsatz der

Bundeswehr gegen Jugoslawien heute noch ab. Und wenn

Bundeskanzler Schröder die Deutschen auffordert, sie müßten

nun alle hinter &quot;unseren&quot; Soldaten stehen und diese

unterstützen, so erinnert das fatal an ein Wort Wilhelms II. von

1914: &quot;Ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur noch

Deutsche.&quot;</font></p>



<p><font size="3">Wir wenden uns gegen den Mord an AlbanerInnen

durch das serbische Militär, ebenso wenden wir uns gegen den

Mord an serbischen ZivilistInnen durch die UCK &#150; wir wenden

uns gegen den Mord an Menschen in Jugoslawien durch das

NATO-Militär; nicht nur serbische Soldaten, sondern ebenso

ZivilistInnen, sowohl SerbInnen als auch MontenegrinerInnen und

KosovarInnen fallen den Nato-Bomben zum Opfer. Gegen alle

Schwierigkeiten kann es nur eine politische Lösung am

Verhandlungstisch geben. Hierfür sprechen sich inzwischen auch

die Regierungen Italiens und Griechenlands aus!</font></p>



<p><font size="3">Wenn den Menschen auf dem Balkan geholfen

werden soll, so ist zu fordern, daß die Grenzen für

Flüchtlinge von dort zu öffen sind und ihnen hier eine sichere

Zuflucht zu bieten ist. Aber noch bis vor wenige Tage wurden

Flüchtlinge aus dem Kosovo aus der BRD abgeschoben. Es hätten

auch schon lange vor diesem Krieg Mittel bereitgestellt werden

müssen, die dort eine zivile Entwicklung unterstützen. Dies ist

kaum geschehen. Stattdessen werden jetzt von der rot-grünen

Bundesregierung Unsummen für einen Angriffskrieg gegen

Jugoslawien ausgegeben. Auch dies enthüllt die Doppelmoral der

herrschenden Politik.</font></p>



<p><font size="3">Der Krieg der NATO wird den Menschen im Kosovo

nicht helfen, denn die Ursache der Konflikte im Kosovo sind

wirtschaftliche Ungerechtigkeit und künstlich hochgepeitschter

Nationalismus auf beiden Seiten, bei SerbInnen und AlbanerInnen.

Ohne die sozialen und politischen Ungerechtigkeiten &#150; und

zwar überall auf der Welt! &#150; zu beseitigen, wird es auch in

Zukunft Gewalt, Elend und Unterdrückung geben. Die NATO, die

Armeen der reichen Industrieländer, werden gegen diese

Ungerechtigkeit nicht vorgehen. Sie sind vielmehr Teil der

Ursachen dieser Ungerechtigkeit!</font></p>



<p align="center"><font size="5"><b>Die Grenzen verlaufen nicht

zwischen den Völkern, <br>

sondern zwischen oben und unten!</b></font></p>



<p align="center"><font color="#FF0000" size="7"><b>Demonstration

Sonnabend, 3. April 12.05 Uhr Kiel, Asmus-Bremer-Platz</b></font></p>



<p align="center"><font size="6">Demonstration Sonntag, 4. April

15.00 Uhr, <br>

Eutin, Parkplatz am Bahnhof</font></p>



<p><b>Dieser Aufruf wir unterstützt von:</b></p>



<p>AVANTI - Projekt undogmatische Linke, Redaktion Gegenwind,

Jusos Lübeck, Linksruck, Lübecker Bündnis gegen Rassismus,

Lübecker Flüchtlingsforum, PDS Schleswig-Holstein, POLAR -

Politischer Arbeitskreis evangelischer Jugendlicher Lübecks, SAV

- Sozialistischer Alternative</p>



<p align="right"><font size="2">v.i.S.d.P.: J. Biehl,

Eckernförder Str. 58, 24116 Kiel</font></p></td>
</tr>
<tr>
	<td>&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
	<td align="center" valign="bottom"><font face="" size="+1" color="Red"><b>Start</b></font> | <a href="../start.html#aktuell">Aktuelles</a> | <a href="../flugis.html">Flugbl&auml;tter u.a.</a> | <a href="../linx.html">Linx</a> | <a href="../mail.html">Kontakt</a> | <a href="#top">nach oben</a></td>
</tr>

</table>
</html>


/tr>
<tr>
	<td>&nbsp;</td>
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	<td align="center" valign="bottom"><font face="" size="+1" color="Red"><b>Start</b></font> | <a href="../start.html#aktuell">Aktuelles</a> | <a href="../flugis.html">Flugbl&auml;tter u.a.</a> | <a href="../linx.html">Linx</a> | <a href="../mail.html">Kontakt</a> | <a href="#top">nach oben</a></td>
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