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	<title>Kein FriedeN mit der NATO - Aufruf der Initiative Kein FriedeN mit der NATO - Kein Kriegsparteitag -> Antikriegsversammlung!!</title>
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	<td><h3>Aufruf der <i>Initiative Kein FriedeN mit der NATO</i></h3>
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	<td><P><h2>F&uuml;r die Endlagerung der Gr&uuml;nen und die Neuformulierung einer k&auml;mpferischen linksradikalen Bewegung!</h2></P>

<P>Am 13. Mai 1999 findet der Kriegsparteitag der Gr&uuml;nen in Bielefeld statt. Urspr&uuml;nglich sollte Hagen der Ort dieses vielleich historisch werdenden Ereignisses werden. Doch auf Grund des "&ouml;ffentlichen Interesses" ist der Parteitag der Gr&uuml;nen nach Bielefeld verlegt worden. Die 'Initiative Kein Frieden mit der NATO' beteiligt sich an der auf dem bundesweiten autonomen Antikriegsplenum beschlossenen Mobilisierung nach Bielefeld und stellt sich in den politischen Kontext des Aufrufes, der auf dem bundesweiten Treffen verabschiedet wurde.</P>

<P>Mit der rot-gr&uuml;nen Kriegskoalition ist das politische Projekt Die Gr&uuml;nen zur Kenntlichkeit gekommen. Jegliche Vorstellung von dieser Partei als ein emanzipatorisches Projekt hat keinen Gegenstand mehr: die Gr&uuml;nen sind nicht links, sondern gr&uuml;n und in Kriegszeiten zuerst oliv-gr&uuml;n. Die Gr&uuml;nen haben die historische Leistung vollbracht, die Reste der Friedensbewegung unter Verwendung humanistischer Phrasen mit der militaristischen Au&szlig;enpolitik zu vers&ouml;hnen, w&auml;hrend die Partei selbst mit Forderungen bis hin zu Bodentruppen eine treibende Kraft eben jener deutschen Au&szlig;enpolitik ist. Die ideologische Herstellung der Kriegsf&auml;higkeit war die Aufgabe der Gr&uuml;nen in der Vorbereitung des imperialistischen Krieges. Das Pazifismusverst&auml;ndnis der Gr&uuml;nen wandelte sich mit der fortschreitenden Teilhabe an der Macht, welche von Beginn an die zentrale Orientierung war. In der Zeit k&auml;mpferischer Bewegung kam dem ausgrenzenden Pazifismusverst&auml;ndnis der Gr&uuml;nen die Aufgabe zu, die Militanten zu isolieren und damit das staatliche Gewaltmonopol zu verteidigen. Mit der Teilhabe der Gr&uuml;nen am staatlichen Gewaltmonopol geht ganz selbstverst&auml;ndlich dessen Anwendung nach Innen und Au&szlig;en einher. Dies dr&uuml;ckt sich aus in dem Ausbau polizeistaatlicher Herrschaftstechniken, der polizeilichen Absicherung von Herrschaftsprojekten, wie die Organisierung von Atomtransporten und eben auch in der milit&auml;rischen Absicherung deutscher Interessen in aller Welt, wie sie in den verteidigungspolitischen Richtlinien vorgesehen sind.</P>
<P>Wir respektieren die Gr&uuml;nen als Kriegstreiber und werden entsprechend unserer M&ouml;glichkeiten den politischen Konflikt mit ihnen organisieren.</P>

<P><h4>Vom Protest zum Widerstand?</h4></P>
<P>In Deutschland gibt es weit verbreitete Vorbehalte und Proteste auf der Stra&szlig;e gegen die Neuorganisierung des bewaffneten deutschen Imperialismus, der ma&szlig;geblich diesen Krieg durch gro&szlig;raummachtpolitisch motivierte und v&ouml;lkisch unterlegte Au&szlig;enpolitik angezettelt hat. Vom Protest zur Entwicklung von Widerstand ist es offensichtlich kein kurzer Weg. Widerstandsf&auml;higkeit stellt sich nicht &uuml;ber zivilgesellschaftliche Auseinandersetzungsformen der pluralistischen Dissenzvielfalt her, sondern &uuml;ber die militante Positionierung dagegen.</P>

<P><h4>Gr&uuml;ne Kriegs- und Friedenspolitik bek&auml;mpfen</h4></P>
<P>In Bielefeld bem&uuml;hen sich Parteielite und Fu&szlig;volk, einen Kl&auml;rungs- und Rechtfertigungsversuch zu unternehmen. Rezzo Schlauch auf der einen Seite wird versuchen der Basis seinen "erweiterten Pazifismusbegriff" nahezubringen, der orwellscher Frieden ist und manchmal eben auch Krieg hei&szlig;t. Andere werden versuchen an die Grunds&auml;tze der 80er Jahre-Gr&uuml;nen zu appellieren und dar&uuml;ber m&ouml;glichst viel von ihrer moralischen Glaubw&uuml;rdigkeit zu retten. Die pure Fratze der Macht ist ihnen noch zu h&auml;&szlig;lich. Der Kl&auml;rungsproze&szlig; soll in Form einer Abstimmung zu einem politikf&auml;higen Kompromi&szlig; f&uuml;hren: Friedenspolitik ist Kriegspolitik; Kriegspolitik ist Friedenspolitik.</P>
<P>Die Hamburger Gr&uuml;nen mobilisieren symptomatischerweise diese Tage zu einer Veranstaltung mit dem Titel "Wie k&ouml;nnen wir Ex-Jugoslawien jetzt helfen?". Zynischer kann es nicht formuliert werden: Erst wird milit&auml;risch ein ganzes Land in Schutt und Asche gelegt, die &ouml;konomischen Grundlagen komplett vernichtet und Armut auf jahre Hinweg zementiert und dann &uuml;ber eine rot-gr&uuml;ne "Friedenspolitik" debattiert, die konsequenterweise die M&ouml;glichkeiten auslotet, sich in der Region als zuk&uuml;nftige Ordnungs- und Witschaftsmacht zu installieren. Dies ist unter der gr&uuml;nen Forderung nach R&uuml;ckkehr an den Verhandlunstisch zu verstehen.</P>

<P><h4>Vom Protest zum Widerstand - die Parole der antimilitaristischen Bewegung zu ihrer Aufgabe machen</h4></P>
<P>Wir wollen eine Antikriegskonferenz abhalten, f&uuml;r den Fall, da&szlig; uns die Besetzung der Seidenstickerhalle in Bielefeld gelingt. Diese Konferenz kann politisch nur gelingen auf der Grundlage eines antinationalen Verst&auml;ndisses von Antiimperialismus und Antimilitarismus. Die Schw&auml;che der linksradikalen Bewegungen in der BRD ist die ideologische N&auml;he zum Herrschaftsdiskurs. Dies ist unter anderem an den materiellen Verflechtungen mit gr&uuml;nene Parteistrukturen abzulesen. Von diesem Ausgangspunkt betrachtet kann Widerstand zur Zeit nur hei&szlig;en, soviel Herrschaftswahrheiten wie m&ouml;glich zu zerst&ouml;ren und Anbindungsprozesse zu kappen. Die M&auml;hr von der basisdemokratischen Verankerung und Verortung der Gr&uuml;nen in der Linken ist mit dem politischen und praktischen Angriff auf den Parteitag f&uuml;r uns endg&uuml;ltig beendet. Wir wollen in Bielefeld zum Ausdruck bringen, da&szlig; jede Diskussion &uuml;ber die Beziehung zu den Gr&uuml;nen beendet ist und nicht mehr gef&uuml;hrt wird. "Massenwiderstand", der versucht, materiell anzugreifen, ohne vorher die notwendigen Br&uuml;che in der gesellschaftlichen Formierung zu entwickeln und zu vertiefen, steht in der Gefahr, komplett isoliert und ohne gr&ouml;&szlig;eren Widerspruch zerschlagen zu werden. Opposition, die keinen Widerstand organisiert, rekonstruiert die demokratische Fassade des Kriegsregimes.</P>

<P>Wir fordern nicht die R&uuml;ckkehr an den Verhandlungstisch, sondern das Ende des imperialistischen Krieges, der v&ouml;lkisch arbeitenden rassistisch und nationalistisch aufhetzenden Geheimdiplomatie, Grenzen auf f&uuml;r alle Fl&uuml;chtlinge und Deserteure. Und nat&uuml;rlich 200 Milliarden DM Reparationszahlungen durch die Konzernzentralen, am Machtapparat vorbei direkt an die Bev&ouml;lkerung!</P>

<P><b>Initiative Kein Frieden mit der NATO</b></P>

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