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	<title>Aufruf zur Kundgebung in Gudendorf</title>
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<tr>
	<td><h3>Aufruf zur Kundgebung in Gudendorf</h3>
	</td>
</tr>

<tr>
	<td><P><h2>BOMBEN FALLEN VOM HIMMEL-NICHT DER FRIEDEN!</h2></P>

<P>Mit Emp&ouml;rung hatten wir zur Kenntnis genommen, da&szlig; der Kirchenkreis Nord gemeinsam mit der Bundeswehr ein &quot;Friedenscamp&quot; an der Gedenkst&auml;tte in Gudendorf plante. Dieses Camp sollte im Rahmen des Gemeinschaftsprojektes &quot;Frieden f&auml;llt nicht vom Himmel&quot; stattfinden, das von Kreisverwaltung, Kirchenkreis und Bundeswehr veranstaltet werden sollte. Aufgrund der Einw&auml;nde und der angek&uuml;ndigten Proteste wurde das Camp in eine &quot;Friedensfreizeit&quot; umbenannt und in die Neulandhalle im Dieksanderkoog verlegt. An der Gedenkst&auml;tte wird aber weiterhin mit einem Ausflug festgehalten. Auch bleibt die Bundeswehr Mitveranstalter.</P>
<img src="../images/gudendorf.gif" width=168 height=469 border=0 alt="" align="right">
<P>Die Grabst&auml;tte in Gudendorf beherbergt &uuml;ber 3.000 sowjetische Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter, die im dortigen Sterbelager und in der sogenannten &quot;Seuchenbaracke&quot; in Hindorf ihr Leben lassen mu&szlig;ten.</P>
<P>Etwa 240 Verstorbene sollen nachtr&auml;glich aus verschiedenen Orten hierher umgebettet worden sein.
An ihrem Tod tragen das faschistische Deutschland und die Nazi- Wehrmacht die Schuld.
Vor der Errichtung des Sterbelagers 1944 befand sich an gleicher Stelle ein Wehrert&uuml;chtigungslager der Hitler- Jugend, welches von der Wehrmacht betrieben wurde.</P>

<P>Im Aufruf zu einer Gedenkkundgebung am Mahnmal in Gudendorf schrieb Pastor i. R. Christian Dethleffsen 1991 u.a.:</P>
<P>&quot;In der Erinnerung an milit&auml;rische deutsche Abenteuer ... warnen wir davor, da&szlig; das vereinigte Deutschland seine gr&ouml;&szlig;er gewordene Verantwortung in der V&ouml;lkerwelt mit vergr&ouml;&szlig;ertem und erweitertem milit&auml;rischen Engagement und Einflu&szlig; verbindet. Krieg sollte von deutschem Boden nicht nur nie wieder ausgehen, sondern auch nie mehr direkt oder indirekt unterst&uuml;tzt oder von uns gerechtfertigt werden.&quot;</P>

<P>In diesem Sinne kann Gudendorf kein Ort des Milit&auml;rs sein, sondern ein Ort des Gedenkens an die Opfer von Faschismus und Krieg.</P>
<P><h4>GUDENDORF IST KEIN ORT F&Uuml;R MILIT&Auml;RPROPAGANDA!</h4></P>
&nbsp;

<P>Deutschland f&uuml;hrt in diesem Jahr zum ersten Male seit 1945 wieder einen Angriffskrieg. Die relativ gro&szlig;e Zustimmung der Bev&ouml;lkerung zu diesem Krieg unter dem Vorwand des Schutzes von &quot;Menschenrechten&quot; soll auch f&uuml;r k&uuml;nftige milit&auml;rische Eins&auml;tze erhalten werden, kritische Stimmen werden diffamiert. Darin besteht nach unserem Erachten die Aufgabe des geplanten &quot;Friedensfreizeit&quot;.</P>

<P>Da wird von &quot;Friedensarbeit von unten&quot; geredet, obwohl die Initiative zu diesem Projekt vom Landrat Dr. Klimant ausgeht.</P>
<P>Da wird von &quot;Friedensarbeit von unten&quot; geredet, obwohl die Jugendlichen vom Propst in Konfirmandenprojekte und in der Schule in Arbeitsgemeinschaften geschickt werden, um anschlie&szlig;end in ihrer Freizeit an Anti-Gewalt-Projekten in ihren Jugendzentren teilnehmen zu d&uuml;rfen, die vom Kreisjugendamt organisiert werden.</P>

<P>Da wird von &quot;Friedensarbeit von unten&quot; geredet, obwohl eine &quot;Friedensfreizeit&quot; vom Propst der ev. Kirche Norderdithmarschen, J&ouml;rn Engler, und von Axel Maria Reiter, dem Kommandeur der Wulf-Isebrandt-Kaserne in Heide, angeboten wird.</P>

<P>Diese &quot;Friedensarbeit&quot; wird von den Spitzen des milit&auml;rischen, zivilen und geistlichen Lebens in Dithmarschen geleistet, sie ist eine modernisierte Form der ideologischen Wehrert&uuml;chtigung. So ist es auch nur folgerichtig, da&szlig; eine Beteiligung von Friedensinitiativen erst gar nicht vorgesehen wurde.</P>
<P>Schon das Motto &quot;Frieden f&auml;llt nicht vom Himmel&quot; zeigt, worum es geht. In ihrem Verst&auml;ndnis von Frieden sind Kriege unvermeidlich und deshalb das Milit&auml;r notwendig.</P>
<P>Dem setzen wir dagegen:</P>
<P>Kriege fallen nicht vom Himmel, sie werden geplant und vorbereitet.</P>
<P>Es ist wichtig, Jugendlichen die Bedeutung des Sterbelagers in Gudendorf im Nationalsozialismus zu vermitteln und dort Friedensarbeit zu leisten.</P>
<P>Die angek&uuml;ndigte &quot;Friedensfreizeit&quot; ist jedoch eine Werbeveranstaltung f&uuml;r Kriegspolitik und eine Verh&ouml;hnung der Opfer der Naziherrschaft.</P>
<P>Das geplante Gemeinschaftsprojekt unter Beteiligung der Bundeswehr darf nicht stattfinden!</P>
<FONT SIZE=5><P ALIGN="JUSTIFY">Kein Frieden mit der Bundeswehr!</P>
</FONT><FONT SIZE=7><P ALIGN="JUSTIFY">         </P>
</FONT><FONT SIZE=7><P ALIGN="CENTER">KUNDGEBUNG</P>
</FONT><FONT SIZE=6><P ALIGN="CENTER">anl&auml;&szlig;lich des internationalen Antikriegstages</P>
</FONT><FONT SIZE=2><P ALIGN="CENTER"></P>
</FONT><FONT SIZE=6><P ALIGN="CENTER"><b>4. SEPTEMBER 99 &#183; 14h</b></P>
</FONT><FONT SIZE=2><P ALIGN="CENTER"></P>
</FONT><FONT SIZE=6><P ALIGN="CENTER">GEDENKST&Auml;TTE GUDENDORF</P></FONT>

</td>
</tr>

<tr>
	<td>&nbsp;</td>
</tr>
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</tr>

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</html>>Kontakt</a> | <a href="#top">nach oben</a></td>
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