<!DOCTYPE HTML PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.0 Transitional//DE">
<html>
<head>
	<title>Aufruf zum Fischerst&ouml;ren!</title>
	<!--#include virtual="meta.inc" -->
	<link rel="STYLESHEET" type="text/css" href="xy.css">
</head>
<body bgcolor="#FAD59C" text="#000000">
<a name="top"></a>
<table border="0" width="80%" height="100%" align="center">
<tr>
	<td><h2>Warum eigentlich Joseph Fischer st&ouml;ren? Darum!</h2></td>
</tr>
<tr>
	<td>
	

<b>Am 23. Februar wird der deutsche Au&szlig;enminister Joseph Fischer an einer Wahlveranstaltung der B&uuml;ndnis 90/GR&Uuml;NEN im Kieler Norwegenterminal teilnehmen. F&uuml;r uns als linke au&szlig;erparlamentarische Opposition ist dieser Besuch ein Anlass, &ouml;ffentlich die Au&szlig;enpolitik der Bundesregierung zu kritisieren. Bei der Politik des Joseph Fischer steht f&uuml;r uns in erster Linie seine f&uuml;hrende Rolle bei der Organisierung, Realisierung und Rechtfertigung des Angriffskrieges auf Jugoslawien im Vordergrund; so war er insbesondere am Diktat von Rambouillet (Annex B) beteiligt.</b><br>

&nbsp;<br>
<hr>
<blockquote>
<i>"All diese Eins&auml;tze und die Debatten darum werden von der Bundesregierung als T&uuml;r&ouml;ffnner benutzt. Das vereinigte Deutschland soll in seinen au&szlig;enpolitischen Optionen voll handlungsf&auml;hig gemacht werden. Das ist nicht meine Position. Ich w&auml;re allerdings schon froh, wenn die, die das wollen, sich wenigstens nicht andauernd  hinter der Humanit&auml;t verstecken w&uuml;rden um eben diese Position durchzusetzen."</i><br>
 <font size="-1"><b>(Zitat Fischer: zu den Tornadoeins&auml;tzen der Bundeswehr in Bosnien 1994, in der taz vom 30.12.1994)</b></font></blockquote>
<hr>
&nbsp;<br><br>

Die aktuelle Politik Fischers und der Gr&uuml;nen ist gepr&auml;gt von ihren Wahlversprechen, in der Au&szlig;enpolitik Kontinuit&auml;t der alten konservativen Regierung zu gew&auml;hrleisten. Die neue Bundesregierung setzt mit dem Krieg gegen Jugoslawien das fort, was die alte Regierung seit Anfang der neunziger Jahre schrittweise mit einer Salamitaktik vorbereitet hat: den Kriegseinsatz der Bundeswehr. Dieser kam somit nicht pl&ouml;tzlich und unvorbereitet. Der Weg ging &uuml;ber den Einsatz von Sanit&auml;tssoldaten in Kambodscha &uuml;ber den "humanit&auml;ren" Einsatz in Somalia, den Blauhelmeinsatz im Bosnienkrieg bis hin zur Bombardierung Belgrads. Die Remilitarisierung deutscher Au&szlig;enpolitik wurde schrittweise durch Out-of-area-Eins&auml;tze der Bundeswehr vorbereitet und damit die praktischen M&ouml;glichkeiten der Kriegsf&uuml;hrung auch innenpolitisch ausgelotet. Es ist allerdings nicht nur die "alte" militarisierende Politik beispielsweise in Form der Gel&ouml;bnisoffensive des ehemaligen Verteidigungsministers Volker R&uuml;he gewesen, &uuml;ber die eine innenpolitische Zustimmung zur neuen Rolle Deutschlands erwirkt wurde. Vielmehr ist es der Diskurs um humanit&auml;re Interventionen gewesen, in dem sich - selbst bei Teilen der Linken und Linksliberalen - die Bereitschaft, Krieg als Mittel der Humanit&auml;t anzuerkennen, entwickelte. Wie wenig humanit&auml;re Gesichtspunkte tats&auml;chlich eine Rolle spielten, zeigte sich an der Instrumentalisierung des Fl&uuml;chtlingselends, das zur Begr&uuml;ndung des NATO-Krieges herhalten musste. Es wurde alles daf&uuml;r getan, dass diese Menschen nicht in die EU-Staaten kommen, damit sie auch weiterhin als Schachfigur in der Kriegsstrategie der NATO eingesetzt werden konnten. Insbesondere das Gerede einer herbeiphantasierten Wiederholung von Auschwitz sollte diesen NATO-Krieg und die deutsche Beteiligung daran rechtfertigen. Grosse Teile der ehemaligen Friedensbewegung wurden unter Verwendung solch humanistischer Phrasen mit militarisierter Au&szlig;enpolitik vers&ouml;hnt und KriegsgegnerInnen wahlweise als "Profaschisten" (Vollmer) beschimpft, oder ihnen wurde unterstellt, "Herrn Milosevic schlagt ihr demn&auml;chst f&uuml;r den Friedensnobelpreis vor" (Fischer). Selbst die interne Kritik in den Gr&uuml;nen blieb stumpf. So bestand das haupts&auml;chliche Ziel bei der Inszenierung des Kriegsparteitages in Bielefeld darin, ein Auseinanderbrechen der Gr&uuml;nen zu verhindern. Es ging selbst von Seiten der "KriegsgegnerInnen" nicht darum, aus der Kriegsmaschine auszusteigen. So wundert es auch nicht, dass der Bielefelder Beschluss ohne jede Wirkung auf die Kriegspolitik eines Joseph Fischer blieb.<br>

Die Rolle der Gr&uuml;nen bei der Kriegspolitik ist als besonders kritisch und als angreifenswert zu begreifen, da diese dem Kriegsvorwand "Menschenrechte" eine weit h&ouml;here Glaubw&uuml;rdigkeit verleihen k&ouml;nnen als andere Parteien. Es w&auml;re fatal, den Einfluss der Gr&uuml;nen auch in anderer Hinsicht zu untersch&auml;tzen. Gerade im Bereich der Intellektuellen, der Meinungsmacherinnen und der Medienschaffenden haben die Gr&uuml;nen einen sehr gro&szlig;en Einfluss. Es ist anzunehmen, dass es ohne den gr&uuml;nen Kriegshumanismus eine wesentlich kritischere Medienberichterstattung zum Krieg gegeben h&auml;tte.<br>

Ihre konsequente Fortsetzung findet diese Politik in der Beteiligung der Gr&uuml;nen an der Modernisierung der Bundeswehr. Diese dient ausschlie&szlig;lich dazu, die Gro&szlig;machtinteressen Deutschlands auch in Zukunft mit milit&auml;rischen Mitteln durchzusetzen. Die von Beer (verteidigungspolitische Sprecherin der Gr&uuml;nen) und Nachtwei in letzter Zeit vorgelegten Papiere verstehen sich hierzu als konstruktive Beitr&auml;ge.
<br>
<br>
Zur Vorbereitung gemeinsamer Aktionen laden wir zu einem Vorbereitungstreffen am 18. Februar 00 um 20.00 Uhr im Infoladen in der Hansastr.48 ein.<br>

Bei der Veranstaltung der Gr&uuml;nen am 23. Februar ist ab 18.30 Uhr Einlass. Es bestehen viele M&ouml;glichkeiten, vor und in der Halle die Ablehnung der Kriegspolitik zum Ausdruck zu bringen. Denk auch du dir was nettes aus !
<br>
<br>
<b><p align="right"><font size="-1">bewegung! Gruppe gegen Stillstand im Normalzustand, KAGON (autonome Gruppe), Avanti - Projekt undogmatische Linke,
 Antifaschistische Aktion Eckernf&ouml;rde, Graswurzelgruppe Kiel, elVIRA - Projekt zur Zersetzung von Herrschaft weltweit</font></p></b>

	
	
	
	</td>
</tr>
<tr><td>&nbsp;<br></td></tr>
<tr>
	<td align="center" valign="bottom"><font face="" size="+1" color="Red"><b>Start</b></font> | <a href="../start.html#aktuell">Aktuelles</a> | <a href="../flugis.html">Flugbl&auml;tter u.a.</a> | <a href="../linx.html">Linx</a> | <a href="../mail.html">Kontakt</a> | <a href="#top">nach oben</a></td>
</tr>


</table>
</html>