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	<title>Bundesweiter Spendenaufruf</title>
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	<td><b>bundesweiter Spendenaufruf f&uuml;r die Verfahren wegen Bielefeld:</b><h2>Won&acute;t you please give some money f&uuml;r Bielefeld?</h2>
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F&uuml;r den Himmelfahrtstag, den 13. Mai des Jahres 1999, existierte ein &ouml;ffentlich bekannt gemachter Plan des bundesweiten autonomen Anti-Kriegs-Plenums. Er sah vor, den als NATO-Kriegsshow geplanten Sonderparteitag von J&auml;ger 90 / Die Gr&uuml;nen in der Bielefelder Seidenstickerhalle zu zerst&ouml;ren. An dessen Stelle sollte eine Anti-Kriegs-Vollversammlung treten. Um diesen Plan umsetzen, war als erster Schritt die Besetzung der Halle vorgesehen, als Vorbedingung daf&uuml;r, die erste gro&szlig;e Anti-Kriegs-Vollversammlung in der BRD durchzuf&uuml;hren. Auch wenn diese politische Aktion nicht als ein Appell an Gr&uuml;ne Parteitagsdelegierte geplant war, so sollten doch durch unsere Teilnahme die dort anwesenden KriegsgegnerInnen aufgefordert werden, ihre Stimme nicht mehr, und schon gar nicht mehr an ihre &Uuml;berfl&uuml;ssig gewordene Partei abzugeben: Gegen Kriege erhebt man seine Stimme und gibt sie nicht ab. In so einer Situation h&auml;lt man sich nicht mehr an die Form oder gar an eine Redeliste; dazu muss man direkt ein donnerndes 'Nein' sagen!<br>

Auch wenn es ein paar hundert KriegsgegnerInnen durch vielf&auml;ltige St&ouml;rma&szlig;nahmen gelang, den Beginn des Kriegsparteitages um etwa eine Stunde zu verz&ouml;gern, so zerschellte die gute Absicht an der Realit&auml;t eines ca. 1.700 K&ouml;pfe z&auml;hlenden Polizeiaufgebotes., das leider darauf verzichtete, unt&auml;tig herumzustehen. Im Gegenteil: Der Lautsprecherwagen wurde gest&uuml;rmt und die darin sitzenden Genossen festgenommen. In einem danach hergestellten Kessel fischten die Bullen noch etwa 30 GenossInnen ab. Allseitige Freude kam da nur noch auf, als bekannt wurde, dass in politischer Verl&auml;ngerung der niedergeschlagenen Widerst&auml;nde vor der Seidenstickerhalle der gr&uuml;ne Bandenchef Fischer einen Farbbeutel direkt auf eines seiner Ohren gefeuert bekam. Die gute Laune bei allen KriegsgegnerInnen war sprichw&ouml;rtlich. Nun geht es aber darum in Anlehnung an ein Plakat des Ermittlungsausschusses Berlin, die "Suppe" der staatlichen Repression "gemeinsam auszul&ouml;ffeln". Nach Angaben der Fachzeitschrift "Die Polizei" Heft 7-8/99 soll es etwa 50 Ingewahrsamnahmen und 13 Festnahmen gegeben haben, davon elf wegen vermeintlichem Widerstand, zwei wegen Verstoss gegen das Versammlungsgesetz, eine wegen K&ouml;rperverletzung, dazu eine sogenannte schwere K&ouml;rperverletzung und Sachbesch&auml;digung wegen des Farbbeutelwurfes.
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Ein &Uuml;berblick auf dem letzten Treffen des bundesweiten autonomen Anti-Kriegs-Plenums ergab folgenden Stand der Kriminalisierung: Insgesamt wissen wir von 16 Ermittlungsverfahren.
In Kiel gab es drei Vorladungen wegen N&ouml;tigung. Die Betroffenen haben inzwischen einen Strafbefehl wegen Landfriedensbruch mit 15 Tagess&auml;tzen zu 25 DM bekommen. Alle haben dagegen Einspruch eingelegt.
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In Hamburg gab es eine Vorladung wegen Landfriedensbruch. Die Betroffene hat inzwischen einen Strafbefehl wegen Widerstand bekommen. Sie hat ebenfalls Einspruch eingelegt.
Gegen Menschen aus Hannover wurden sieben Strafverfahren eingeleitet. Gegen zwei Personen gibt es Verfahren wegen Vermummung, zwei Verfahren wegen Landfriedensbruch und zwei Verfahren wegen Widerstand sind eingestellt - eins davon ohne Bedingungen und das andere gegen Bu&szlig;geld. Au&szlig;erdem gibt es noch einen Strafbefehl wegen Widerstand (60 Tagess&auml;tze zu 25 DM), es wurde Widerspruch eingelegt.
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In Bielefeld wurde ein Ermittlungsverfahren gegen "den Nackten" wegen angeblicher Ablenkung von dem erfolgreichen Beutelwurf eingeleitet, in Essen ein Verfahren wegen Landfriedensbruch und besonders schwerem Widerstand, und in Gelsenkirchen ein Verfahren wegen gef&auml;hrlicher K&ouml;rperverletzung.
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- Ein Genosse aus Wuppertal ist bereits vor dem Jugendsch&ouml;ffengericht u.a. wegen Widerstand, aber auch unter Einbeziehung noch anderer Strafverfahren aus Antifa-Mobilisierungen, zu einer Geldstrafe in H&ouml;he von 3.600 DM und der Ableistung von 100 Arbeitsstunden verurteilt worden. Hinzu kommen noch die Gerichtskosten. Mittlerweile ist die Staatsanwaltschaft gegen das Urteil in Berufung gegangen, d.h. es geht vor dem Landgericht weiter.<br>

Auch wenn es den vielleicht tr&uuml;gerischen Anschein hat, dass sich, mit Ausnahme der prominentesten Bielefelder Anti-Kriegs-Aktion, dem Farbbeutelwurf auf Fischers Ohr, derzeit keine Knaststrafen abzeichnen, so drohen doch f&uuml;r die Betroffenen mindestens empfindliche Geldstrafen. Aus diesem Grunde bitten wir auch um Spenden auf das unten angegebene Konto. Ansonsten m&ouml;chten wir noch Menschen, die von Verfahren in Sachen Bielefelder Kriegsparteitag betroffen sind, bitten, sich beim EA Bielefeld zu melden: 
Tel: 0521-171253 / Post: Ermittlungsausschuss c/o Infoladen, Heeper Str. 132, 33607 Bielefeld
Das bundesweite autonome Anti-Kriegsplenum, Hannover vom 12. Februar 2000
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Einen Reader mit Texten zu den Hintergr&uuml;nden der Prozesse gibt es im Internet auf:
<a href="../spezial.html">www.gaarden.net/no_nato/spezial.html/</a>
Spenden bitte an den: Berliner Ermittlungsausschuss / Stichwort: Aufprall / Postbank Berlin / Kto.Nr.: 20610 - 106 / BLZ: 10010010

	
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