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	<title>Kein FriedeN mit der NATO - Bundesweiter Aufruf zu Aktionen vor und auf dem Sonderparteitag von Bündnis 90/ Die Grünen am 13.5.1999</title>
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<a name="top"></a>
<table border="0" width="80%" height="100%" align="center">

  <tr>

    <td><hr>

    <p><font face="Arial"><strong><font size="2">autonome l.u.p.u.s. gruppe:</font></strong><small><br>

    </small></font></p>

    <p class="unter"><font face="Arial">Bundesweiter Aufruf zu Aktionen vor und auf dem

    Sonderparteitag von Bündnis 90/ Die Grünen am 13.5.1999</font></p>

    <p><h2>Für ein sofortiges Ende rot-grüner Kriegspolitik</h2></p>

    <p><small><font face="Arial">Die vielen kleinen politischen und militärischen Schritte

    zur Beteiligung der deutschen Bundeswehr an Angriffskriegen sind abgeschlossen. Gegen die

    50.Nato-Tagung zu demonstrieren, ist bereits zu spät. Der blutigen Wirklichkeit jener

    &quot;Weltinnenpolitik&quot; etwas entgegen zu setzen, kann nur ein langfristiges Ziel

    sein. Die Heuchelei derer, die hier zum 'gesunden' Nationalismus aufrufen und deren

    barbarische Konsequenz im Ex-Jugoslawien scheinbar den Krieg erklären, wird uns noch

    lange begleiten. </font></small></p>

    <p><small><font face="Arial">Um dagegen einen wirkungsvollen Widerstand zu entwickeln,

    wird es einen langen Atem brauchen- und weit mehr als die tagtäglichen Bilder vom

    Nato-Krieg gegen Rest-Jugoslawien.</font></small></p>

    <p><small><font face="Arial">Worauf es jetzt ankommt, ist die politische und moralische

    Legitimation für diesen Nato- Angriffskrieg zu stören, vielleicht sogar zu kippen.</font></small></p>

    <p><small><font face="Arial">Es gibt kein (Wahl-)Versprechen, das die rot-grüne Regierung

    nicht (bereits) gebrochen hat. Mit einer einzigen Ausnahme: das über alle Parteigrenzen

    hinweg weisende Versprechen, &quot;außenpolitische Kontinuität&quot; zu wahren. </font></small></p>

    <p><small><font face="Arial">Vor der rassistischen CDU/CSU-Kampagne gegen die Reform des

    doppelten Staatsbürgerschaftsrechtes knickte sie kläglich ein. Für die einzig

    machtvolle außerparlamentarische Opposition, der Wirtschaft, machte sie die angekündigte

    Öko-Steuerreform und den angekündigten Ausstieg aus der Atomenergie zur Farce. </font></small></p>

    <p><small><font face="Arial">Mit dem dritten Balkankrieg Deutschlands beendete die SPD

    alle Spekulationen darüber, was mit ihrem Wahlkampfslogan gemeint war:&quot;Wir sind

    bereit.&quot;</font></small></p>

    <p><small><font face="Arial">Dieser dritte Balkankrieg Deutschlands steht nicht nur in

    außenpolitischer Kontinuität, er ist zugleich ein Novum in der deutschen Geschichte:

    Mußte sich die SPD noch 1914 damit begnügen, Kriegskredite als parlamentarische

    Opposition mitzubewilligen, hatte die SPD 1939 keine Gelegenheit mehr, ihre nationale,

    vaterländische Gesinnung unter Beweis stellen, so kann sie nun zum ersten Mal in ihrer

    langen Parteigeschichte selbst Krieg führen.</font></small></p>

    <p><small><font face="Arial">Dafür brauchte die SPD über 100 Jahre. Bündnis 90/ Die

    Grünen schafften es in knapp 20 Jahren. Auch wenn der Verrat an den eigenen Prinzipien (

    Gewaltfreiheit, Natoaustritt, Rotation, sofortiger Ausstieg aus der Atomenergie) in einem

    rasenden Tempo vonstatten ging- es gibt noch einen beachtenswerten Teil grüner

    Parteimitglieder, die diesen Angriffskrieg ablehnen. Wenn es eine Chance gibt, die

    deutsche Beteiligung an diesem Krieg zu kippen, dann an diesem Punkt. Ein Ende der

    rot-grünen Kriegskoalition wäre dafür ein wichtiger Schritt.</font></small></p>

    <b><p><small><font face="Arial">Am 13.5.1999 findet ein Sonderparteitag der Grünen statt</b>.

    Als Ort wurde nun Hagen genannt, unter Vorbehalt, aus durchsichtigen Gründen.</font></small></p>

    <p><small><font face="Arial">Wenn es dort gelänge, eine Mehrheit dafür zu gewinnen, der

    grünen Regierungsfraktion das Vertrauen zu entziehen, wäre der Bruch der rot-grünen

    Regierungskoalition möglich.</font></small></p>

    <p><small><font face="Arial">Wir sind bescheiden, ganz real-politisch: das ist zu

    schaffen.</font></small></p>

    <p><small><font face="Arial">Wir rufen dazu auf, jede nur erdenkliche Chance zu nutzen,

    die grünen KriegsbefürworterInnen mit ihrem &quot;erweiterten Pazifismusbegriff&quot;(

    Rezzo Schlauch, grüner Fraktionsvorsitzender ), mit unseren Argumenten und unserer

    Gegnerschaft zu konfrontieren:</font></small></p>

    <p><small><font face="Arial">* Deutschland schaute alles andere als jahrelang zu: Seit

    Jahren trug es mit wirtschaftlichen, politischen und ideologischen Mitteln zu jener

    &quot;humanitären Katastrophe&quot; bei, die es heute zu verhindern vorgibt.</font></small></p>

    <p><small><font face="Arial">* Das Rambouillet-Abkommen hatte alles andere als eine

    friedliche Beilegung des &quot;Kosovo&quot;-Konfliktes zum Ziel, sondern die Erzwingung

    der Stationierung von Nato-Soldaten, ein Nato-Protektorat.</font></small></p>

    <p><small><font face="Arial">* In einem Land, wo die Erfinder der

    &quot;Asylantenflut&quot; in hohen Regierungsposten sitzen, in einem Land, wo das

    Asylrecht in fiktive, sichere Drittländer exportiert wurde, ist die Sorge um Flüchlinge

    im Kosovo nur heuchlerisch.</font></small></p>

    <p><small><font face="Arial">* Ein Angriffskrieg, der vorgibt, eine &quot;humanitäre

    Katastrophe&quot; zu verhindern und damit die gesamte zivile Infrastruktur eines Landes

    zerbombt, macht damit nicht nur im Krieg, sondern vorallem nach dem Krieg die dort noch

    lebenden Menschen zur Geißeln ihrer kriegsverbrecherischen Politik.</font></small></p>

    <p><small><font face="Arial">* In einem Land, wo die systematische

    Menschenrechtsverletzungen 'befreundeter' Staaten Teil des politischen und militärischen

    Geschäfts sind, verbreitet ein Krieg, der mit der Verteidigung von Menschenrechten

    begründet wird, einen faulen, widerwärtigen Gestank.</font></small></p>

    <p><small><font face="Arial">Wir rufen zu einem breiten Bündnis auf. Wir wollen die

    Grünen - völlig illusionslos- weder vom Antiimperialismus, noch vom Antikapitalismus

    überzeugen. Um die grüne Regierungsfraktion an der Fortsetzung dieses Angriffskrieges zu

    hindern, reicht der Verweis auf das grüne Wahlkampfprogramm 1998:&quot; Militärische

    Friedenserzwingung und Kampfeinsätze lehnen wir ab.&quot; Was für die grüne

    KriegstreiberInnenfraktion Geschwätz von gestern ist, muß auf diesem Sonderparteitag zum

    Ende rot-grüner Kriegspolitik beitragen.</font></small></p>

    <p><small><font face="Arial">In Frankfurt, gibt es mehrere Termine, die die grüne Basis

    auf den Sonderparteitag einstimmen und auf Kriegslinie einschwören soll.</font></small></p>

    <p><small><font face="Arial">Zur Vorbereitung der Aktionen vor dem grünen

    Sonderparteitag, zur gemeinsamen Absprache der Aktionen rund um den Sonderparteitag,

    schlagen wir ein gemeinsames Treffen vor. Eingeladen sind alle, die diesen Minimalkonsens

    tragen.</font></small></p>

    <b><p><small><font face="Arial">Kontaktadresse: Grün, Antikriegsplenum c/o Exzeß,

    Leipziger Straße 91, 60487 Frankfurt Telefon (Montag und Donnerstag am 20.00h) und Fax:

    069/77 46 70</font></small></p>

    <p><small><font face="Arial">bundesweites autonomes Vorbereitungstreffen: Sonntag, 2. Mai,

    13 Uhr, Hagen, Kulturzentrum Pelmke, Pelmkestraße 14</font></small></p>

    <p><small><font face="Arial">nächster Vorbereitungs-Termin für Frankfurt: Dienstag, 27.

    April, 20h Antikriegsplenum im Exzeß, Leipziger Straße 91</font></small></b></p>

    <p><b><small><font face="Arial">Quelle: </font></small></b><font face="Arial" size="2" color="#0000FF"><a href="http://www.copyriot.com/unefarce/news/lupus.htm">http://www.copyriot.com/unefarce/news/lupus.htm</a>

    </font></td>

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