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	<title>Kein FriedeN mit der NATO - II. Krieg ist die Fortsetzung der Politik mit den gleichen Mitteln.</title>
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	<td><h2>II. Krieg ist die Fortsetzung der Politik mit den gleichen Mitteln.</h2><br>

<P>Alles beginnt mit einer Sprechblase: Mit dem Ende des Warschauer Paktes und damit auch des &quot;real existierenden Sozialismus&quot; sollte nach Auffassung praktisch aller b&uuml;rgerlichen Ideologen das Zeitalter der Demokratie und des Wohlstandes anbrechen. Tats&auml;chlich aber wurde die relativ isolierte Mangelwirtschaft der RGW-Staaten der Gewalt der wesentlich h&ouml;heren Produktivit&auml;t der Weltmarktfabriken &quot;des Westens&quot; ausgesetzt. Praktisch &uuml;ber Nacht war der Produktionsapparat der RGW-Staaten, von dem immerhin 400 Millionen Menschen abh&auml;ngig waren, nicht mehr konkurenzf&auml;hig. Als Ergebnis findet bis heute ein Deindustrialisierungsprozess im Osten statt, dessen einzige Bremse im permanenten Angriff der Wirtschaftstechnokraten auf die L&ouml;hne und sozialen Absicherungen der osteurop&auml;ischen &quot;Unterklassen&quot; besteht. Es entsteht eine Wechselwirkung, die sich wie folgt grob beschreiben l&auml;&szlig;t: Keine absetzbare Produktion- keine L&ouml;hne- kein Konsum- keine absetzbare Produktion- u.s.w.. Ein fl&auml;chendeckender Verarmungsprozess entsteht, der nicht im prim&auml;ren Interesse der Manager der Weltmarktproduktion in den Konzernzentralen liegen kann. Ihr Interesse liegt in der Erschlie&szlig;ung und Absicherung neuer M&auml;rkte. Ein fl&auml;chendeckender Verarmungsprozess zerst&ouml;rt eben diese. Die in ihrem Sinne einzig realistische Option, in Regionen, die der Verarmungsdynamik unterliegen, neue M&auml;rkte zu erschlie&szlig;en, liegt in der Selektion der Bev&ouml;lkerung. Der gr&ouml;&szlig;ere Teil der Bev&ouml;lkerung wird ein em beschleunigten Verarmungsprozess unterworfen, damit sich eine Minderheit an dem abgepressten Reichtum gesundsto&szlig;en kann. Die Erscheinungsformen der ersten Selektionsphase sind in Russland sehr klar zu erkennen. W&auml;hrend Bergarbeiter, LehrerInnen und Soldaten keine L&ouml;hne mehr erhalten, stattdessen mit Bet&auml;ubungsmitteln (Alkohol) und Waren aus der nichtabsetzbaren &Uuml;berproduktion abgespeist werden, verschwinden die eingetriebenen Steuern und auf dem Kapitalmarkt aufgenommenen Kredite in den Mafiotischen Strukturen der russischen Technokratie, in der ihren Luxus ausstellenden, hocharroganten, neureichen und sehr schmalen Oberklasse. </P>

<P>Nur die traumatisierende Gewalt und Geschwindigkeit des Selektionsprozesses und die Brutalit&auml;t der russischen Technokratie hat bisher die volle Entfaltung des Widerstandes gegen die Selektion verhindert. Analogien zum Blitzkrieg der Nazis, deren Strategie genau aufgrund des Traumatisierungseffektes anfangs so erfolgreich war, sind heute bis in die Etagen des russischen Generalstabes zu h&ouml;ren.</P>

<P>Wer oder welche allerdings mit dem Ende der Traumatisierung und mit der Entfaltung des Widerstandes gegen den Weltmarktangriff auf die Bev&ouml;lkerung die Hoffnung auf egalit&auml;re Emanzipationsvorstellungen oder gar revolution&auml;re Umbr&uuml;che verbindet, sollte sich vorsehen. Die nationalistische Volksseele kocht in Russland. Der Widerstand wird sich aller Wahrscheinlichkeit nach nicht in erster Linie an der Klassenfrage orientieren: der Feind hat einen Namen, er hei&szlig;t NATO und in ihr die zwei nationalstaatlichen Protagonisten- USA &amp; BRD.</P>

<P>Neben China, da&szlig; einen eigenst&auml;ndigen Kriegsschauplatz zur Durchsetzung der Prinzipien des Weltmarktes darstellt, ist Russland allerdings der letzte und am schwersten zu verdauende Brocken, der den vernichtenden Prinzipien der Weltmarktproduktion unterworfen werden soll.</P>

<P>Seit 1989 hat eine Kette von Ma&szlig;nahmen stattgefunden, die nach dem Prinzip von Selektion und Verarmung die ehemaligen RGW-Staaten aufgemischt haben. Deren vorl&auml;ufiger H&ouml;hepunkt ist der NATO-Angriffskrieg auf die Strukturen Rest-Jugoslawiens.</P>

<P>Die Dynamik des Angriffs auf S&uuml;dosteuropa wird in erster Linie durch das BRD-Kapital und seine politischen Handlanger bestimmt. Das gro&szlig;e Fressen hat mit der Integration der DDR begonnen, eine Herrausforderung ersten Ranges, weil sich hier sozialpolitische Hindernisse aufget&uuml;rmt haben, auf die &quot;normalerweise keine R&uuml;cksicht genommen werden mu&szlig;. Die Bev&ouml;lkerung der DDR war mit ihrem Ende sofort in das Rechts- und Sozialsystem der BRD integriert. Der Deindustrialisierungsprozess in den neuen L&auml;ndern sorgte f&uuml;r einen expolosionsartigen Anstieg der Kosten f&uuml;r die sozialen Abfangsysteme. Eine rassistische Selektion zur Umw&auml;lzung der Kosten auf die Bev&ouml;lkerung der ehemaligen DDR war nicht m&ouml;glich, da die Bev&ouml;lkerung integraler Bestandteil des nationalen Projektes Deutschland ist. Das trotzdem ein Teil der DEindustrialisierungskosten auf sie abgew&auml;lzt wurde, liegt an den Dimensionen. Sie waren nicht ohne zeitliche Streckung auf die Unterklassen der Gesamt-BRD umzulegen, ohne gr&ouml;&szlig;eren Widerstand von unten zu provozieren. Die Kosten wurden mit mehr oder minder gro&szlig;em Erfolg ideologisch der untergegangenen DDR in die Schuhe geschoben, die befristete Deklassierung der Bev&ouml;lkerung der neuen L&auml;nder moralisch ihnen selber aufgedr&uuml;ckt. Flankiert wurde die &ouml;konomische und moralische Deklassierung durch das &quot;Dumme Ossis- Gelaber&quot; der westdeutschen Arroganz. Das ist ein durchaus Klassen-und Ideologie&uuml;bergreifendes Ph&auml;nomen. Das politische Ergebnis dieser Strategie sind unter anderem der zum einen sehr verkl&auml;rte, zum anderen aber Hasserf&uuml;llte, in beiden F&auml;llen jedoch reaktion&auml;re Blick auf die Verh&auml;ltnisse in der gewesenen DDR. Der &ouml;konomische Preis ist die schleichende Aufk&uuml;ndigung der Sozialpartnerschaft, gef&uuml;hrt von den Technokraten in den Konzernzentralen, geleugnet von ihrer politischen Klasse, und die langsame, aber sehr kontinuierliche Zersetzung der Sozialsysteme. Fressen oder gefressen werden, der Sozialdarwinismus des entfesselten Kapitals feiert jubelnd ob der dabei zu erzielenden Profite seine Wiederauferstehung.</P>

<P>Den h&ouml;chsten innenpolitischen Preis allerdings mu&szlig;ten die vietnamesischen KontingentarbeiterInnen, die Fl&uuml;chtlinge und die ArbeitsmigrantInnen bezahlen. Administrative Ma&szlig;nahmen wie die Aushebelung des Asylrechts, die &quot;R&uuml;ckf&uuml;hrung&quot; der KontingentarbeiterInnen, die elektronische Abriegelung der Grenzen gegen unkontrollierte Zuwanderung und Kampagnen zur rassistischen Zuspitzung der Arbeitsplatzkonkurenz vergiften das gesellschaftliche Klima f&uuml;r als Nichtdeutsche identifizierte BewohnerInnen systematisch. Die Bereitschaft innerhalb der Bev&ouml;lkerung, den Druck von &quot;oben&quot; rassistisch zu wenden und gegen &quot;Nichtdeutsche&quot; zu drehen, w&auml;chst seit 1989 kontinuierlich. Die sich in logischer Konsequenz ergebenden rassistischen &quot;Ausw&uuml;chse&quot; werden mit kritischer Begutachtung, Verst&auml;ndnis, SozialarbeiterInnen, Lichterketten und dem Ausbau des Polizei-und &Uuml;berwachungsstaates in kontrollierbare Bahnen gelenkt und zur Versch&auml;rfung staatlich- rassistischer Formierung politisch ausgeschlachtet.</P>

<P>Das oben unter dem politischen Tarnbegriff &quot;Wiedervereinigung&quot; beschriebene Projekt der innenpolitischen Selektion kann mit der Verabschiedeung des neuen Staatsb&uuml;rgerschaftsrechts als abgeschlossen gelten und wird sich versch&auml;rft nach aussen wenden. Die Selektion der S&uuml;dosteurop&auml;ischen Bev&ouml;lkerungen entlang nationalstaatlicher Grenzen l&auml;uft unter dem Stichwort EG-Tauglichkeit und wird durch NATO-Assoziationsvertr&auml;ge milit&auml;risch abgesichert. Diejenigen ethnisch definierten Bev&ouml;lkerungsgruppen, die diese H&uuml;rde nicht nehmen k&ouml;nnen, unterliegen einem erneuten Sortierprozess. Kriterium f&uuml;r die wirtschaftliche Ann&auml;herung bestimmter Regionen ist die totale &Ouml;ffnung der Wirtschaft f&uuml;r den Weltmarkt, auf dem riesige, anlagehungrige Konzernkonglomerate (Monopole) nur darauf warten, die Wirtschaft der Region zu filetieren, die wertschaffenden Teile unter finanzielle Kontrolle zu bringen und den Rest dem Untergang zu weihen. F&uuml;r die politische Ann&auml;herung b.z.w. Eingliederung ist ein sozialpolitisches Kriterium ausschlaggebend. Ist die Region von einer weitgehend formierten Gesellschaft bewohnt, wird das europ&auml;ische &quot;Pest-oder Cholera-Demokratiemodell&quot; von der Bev&ouml;lkerung akzeptiert? Ist das nicht der Fall, werden die renitenten Bev&ouml;lkerungsteile ausgegrenzt, wahlweise als Kommunisten oder Faschisten, eine ideologisch sehr praktische Auswirkung des kurz vor diesem Krieg mit dem &quot;Sieg&quot; der Totalitarismustheorie ausgegangenen Historikerstreits.</P>

<P>Der Totalitarismus als entpolitisierter Univeralfeind der Menschheit ist mitsamt seiner herrschaftstechnisch verzerrten Wahrnehmung durchgesetzt. Zum Beispiel sind die gigantischen Konzentrationen (Daimler, Deutsche Bank) von Macht in der Wirtschaft waren und sind in dieser Theorie nicht vorhanden. Die neueste, recht eigenwillige Interpretation der demokratischen Kontrollbeh&ouml;rde der BRD, des Bundeskartellamtes, lautet in Bezug auf die Monopolisieung des Pay-TV-Sektors durch die Leo Kirch- Gruppe: Die Monopolisierung regt die Konkurenz dazu an, auf diesem Sektor aktiv zu werden!!! (Urteil zur &Uuml;bernahme von Premiere durch die Kirch Gruppe)</P>
<P>Genauso wenig wird da&szlig; Dogma, da&szlig; ein Parteivorsitzender Showmaster sein mu&szlig;, der jeden Dreck hinter seinem dummen Grinsen und hohlen Spr&uuml;chen verstecken kann, als totalit&auml;re Erscheinungsform der Politik in die Analyse der Totalitarismustheorie einbezogen, weil sie eben ein Werkzeug zur Zementierung kapitalistischer Herrschaft ist. Die militante Theoriebildung von oben hat einen h&ouml;chst praktischen Zweck: Prinzipiell jeder Zusammenschlu&szlig; zur Durchsetzung sozialer Interessen von unten kann als autorit&auml;rer und totalit&auml;rer Angriff auf die Rechte anderer Individuen bewertet werden. Das Ideal dieses Konstrukts ist die atomisierte Gesellschaft, deren Individuen sich selbst und nur sich selbst auf dem Markt der Angebote organisieren. Politik, Kultur, Arbeit, Meinung, Wissen orientieren sich demnach nicht an den Bed&uuml;rfnissen, sondern an den Angeboten der kapitalistisch formierten Gesellschaft. Der Angriff des Kapitals kommt als Angebot daher und ist total. Wer sich den vorgegebenen Angeboten widersetzt, wird beseitigt.</P>

<P>Die nach sozialen Interessen formierten Strukturen des &quot;real existierenden Sozialismus&quot; waren aufgrund ihres terroristischen Charakters sehr leicht zu beseitigen, nachdem die T&uuml;r erst mal aufgemacht wurde, sie haben sich praktisch selbst zersetzt. Es ist keinesfalls ein Zufall, da&szlig; gerade die Zerlegung Jugoslawiens auf so gro&szlig;e Widerst&auml;nde st&ouml;&szlig;t, da&szlig; nach 10 Jahren diplomatischer und bewaffneter Intervention ein offener Angriffskrieg n&ouml;tig ist, um den Raum f&uuml;r den Weltmarkt zu &ouml;ffnen.</P>

<P>1941: Die Bev&ouml;lkerung Serbiens hat sich die Freiheit genommen, ihren K&ouml;nig abzusetzen, nachdem dieser sich dem deutschen Faschismus unterworfen hatte. Die Rache war f&uuml;rchterlich: Ungef&auml;hr (die Zahl ist ob ihrer Unbegreifbarkeit eher unwichtig) 1,5 Millionen Serben wurden von den Nazifaschisten und ihren regionalen Vollstreckern, den Ustascha-Faschisten abgeschlachtet. Der Kampf gegen die Verwandlung ihrer Region in ein Schlachthaus wurde von jugoslawischen Kommunisten politisch gef&uuml;hrt, die gl&uuml;chlicherweise der v&ouml;lkisch rassistischen Racheidee der Tchetniks den antirassistischen und antiklerikalen gesamtjugoslawischen Widerstand entgegenhielten. Die in dieser Partisanenbewegung gewachsenen Solidarit&auml;tsstrukturen machten es trotz des von den Faschisten verlangten barbarisch hohen Preises (50-100 Zivilisten f&uuml;r einen toten NS-Faschisten) m&ouml;glich, die Faschisten zu besiegen und sich danach auch noch der zwischen dem US-Imperialismus und dem Stalinismus ausgedealten Aufteilung Europas zu widersetzen.</P>

<P>Aus der durch die PartisanInnenbewegung geschaffenen Solidarit&auml;t von Unten resultierte auch eine im Vergleich zu den in Bl&ouml;cke gepressten Staaten ausgesprochen experimentierfreudige Wirtschaftspolitik. In der Konfrontation der politischen Bl&ouml;cke war allerdings jedes Experiment &uuml;ber kurz oder lang zum Scheitern verurteilt. Der Kampf gegen v&ouml;lkisch –rassistische Politik unterliegt bis heute der entscheidenden Schw&auml;che, nicht praktisch &uuml;berzeugend zu sein. Die kapitalistisch-nationalistische Politik ist so wirkungsm&auml;chtig, jeden Versuch der praktischen Umsetzung in die Knie zwingen zu k&ouml;nnen. Der Durchzug diverser Kriegsmaschinen der Gro&szlig;m&auml;chte hat auf dem &quot;Balkan&quot; soziale und politische Verw&uuml;stungen hinterlassen, die nicht in wenigen Jahren zu beseitigen sind. Trotzdem konnte Jugoslawien die v&ouml;lkisch-selektive Wahrnehmung sozialer Konflikte lange Zeit behindern. Die offene Wende trat mit dem Ende des Warschauer Paktes b.z.w. der RGW-Staaten ein. Die regionalen Reichtumsverteilungsprobleme wurden offen im Sinne v&ouml;lkisch-rassistischer Interpretationen gewendet. &Uuml;berall in der Region formieren sich Kr&auml;fte, die ihren Machtanspruch auf der Grundlage historischer Formationen, die eigentlich schon &uuml;berwunden waren, neu formulieren. Eine dieser Formationen bezog sich mehr oder minder offen auf die kroatischen Ustascha-Faschisten. Eben jene protofaschistische Bewegung war der Hebel insbesondere f&uuml;r Deutschland, die v&ouml;lkisch-rassistische Formierung der Region zu beschleunigen und zu eskalieren.</P>

<P>Da&szlig; die deutsche Diplomatie es gewagt hat, eine sich offen auf die faschistische Vernichtungspolitik beziehende Bewegung an die Macht zu hieven, wird im Herrschaftsdiskurs der visuellen- und Printmedien kaum zur Kenntnis genommen. Da&szlig; sowohl die EG als auch die USA diese Kr&ouml;te geschluckt haben, kann getrost als offene Drohung mit der Widerkehr der Geschichte gewertet werden. Die NATO-flankierte Eskalation in den permanenten B&uuml;rgerkrieg, dessen nicht unwichtigste Folge die terroristische Rekrutierungspraxis v&ouml;lkischer Paramilit&auml;rs ist, erh&ouml;ht den Druck auf die jeweiligen Bev&ouml;lkerungen enorm, sich zu entscheiden: Freund oder Feind? Serbe-Kroate-Bosnier-Kosovoalbaner-Deserteur-Verr&auml;ter-Fl&uuml;chtling? Es ist eine alte Erfahrung von Herrschaftstechnik, Schwachsinn so oft zu wiederholen, bis er geglaubt wird. Wenn nur oft genug durchgeknallte bewaffnete M&auml;nner durch euer Haus laufen, immer wieder die selben dummen Fragen stellen und auf euer permanentes Nein im besten Falle kopfsch&uuml;ttelnd rausrennen, im schlechtesten Fall euch eine Kugel in den Kopf jagen, weil es so etwas wie euch nicht geben darf, dann werdet ihr sehr schnell auf die Idee kommen, eine der dummen Fragen mit Ja zu beantworten. Da&szlig; ist eines der fundamentalen Erfolgsrezepte des bewaffneten v&ouml;lkischen Rassismus.</P>

<P>Wer oder welche also die rassistische Praxis der jeweiligen Regionaldespoten angreifen m&ouml;chte, sollte die Bef&uuml;rworter einer Militarisierungspolitik hier im Westen zumindest mal kritisch unter die Lupe nehmen. Danach sollte allen aufgefallen sein, da&szlig;, wenn das Wort Menschenrechte eines dem Mund eines deutschen Aussenministers erschallt, ein v&ouml;lkisch rassistischer B&uuml;rgerkrieg unmittelbar bevorsteht, in der Regel von der einen Seite mit deutschen Waffen gef&uuml;hrtMit der Organisierung eines Angriffskrieges auf Rest-Jugoslawien hat die NATO neben den wirtschaftsstrategischen Pl&auml;nen und Methoden des NS-Faschismus auch die milit&auml;rischen wiederaufleben lassen.</P>

<P>Jede v&ouml;lkische Guerilla, die in einem einigerma&szlig;en ethnisch vorstrukturierten Raum opperiert, zwingt den Gegner zu Repressalien gegen die Bev&ouml;lkerung. Binnen k&uuml;rzester Zeit l&auml;&szlig;t sich so ein Szenario entwickeln, da&szlig; Menschenrechtsverletzungen und Vertreibungen zwangsl&auml;ufig hervorbringt. So geht das, wenn Militaristen beschlie&szlig;en: Wir basteln uns einen Kriegsgrund!</P>

<P>Den Rest der Geschichte haben uns Glotze und Zeitungen ja zur Gen&uuml;ge beigebracht: Die Serben sind Nazis und V&ouml;lkerm&ouml;rder, alle KosovoalbanerInnen wehrlose Opfer und die NATO der friedensschaffende Menschenrechtsverein! Was wird der Preis der Menschenrechtskampagne sein und was versprechen sich die verschiedenen Menschenrechtsvereine? Die UCK-F&uuml;hrung erhofft sich einen wirtschaftlich lohnenden Klaps auf den R&uuml;cken als Lob f&uuml;r ihre Dienste im Sinne der NATO. F&uuml;r 90% der Vertriebenen wird die Rettung vor den &quot;serbischen Horden&quot; allerdings nicht viel mehr als zerst&ouml;rte H&auml;user und verewigtes Elend bringen. Die serbische Bev&ouml;lkerung, die bis jetzt trotzig die letzten Reserven ihres industriellen Apparates verteidigt, wird vor einem &auml;hnlich gro&szlig;en Scherbenhaufen stehen wie die KosovoalbanerInnen.</P>

<P>Wenn alles &quot;gut&quot; geht, stellt sich das Szenario f&uuml;r den NATO-Imperialismus wie folgt dar: Russland gibt Serbien zur &Uuml;bernahme frei, die annektierte Region ist ist weitgehend zerst&ouml;rt. Kapital zur Finanzierung des Wiederaufbaus ist nur in Europa und in den USA vorhanden. Die Verelendete Bev&ouml;lkerung ist zu jedem Preis bereit, sich als Arbeitskraft an die Weltmarktproduktion zu verkaufen. Der mit Sicherheit nicht sehr geringe Teil der Bev&ouml;lkerung, der in den hochproduktiven Weltmarktfabriken und in dem entsprechenden Rattenschwanz von Dienstleistungsjobs keinen Platz finden wird, wird als Schrott aus den wirtschaftlichen &Uuml;berlegungen ausgegrenzt. Da mit hoher Wahrscheinlichkeit kein Geld f&uuml;r auch nur rudiment&auml;re Sozialsysteme vorhanden ist, entspricht da&szlig; einem schleichenden Todesurteil: Im Namen der Menschenrechte!</P>

<P>Wenn nicht alles gut geht, steht eine Pallette von Szenarien zur Verf&uuml;gung, von denen nur sehr wenige als positiv zu bezeichnen sind. Eine Gemeinsamkeit haben allerdings alle Szenarien: Ob positiv oder negativ entscheidet sich immer an der Frage der Qualit&auml;t des Widerstandes von unten in den wirtschaftlichen und milit&auml;rischen Kolossen selber.</P>

<P>Die Wahrscheinlichkeit, da&szlig; im Sinne der NATO alles gut geht, halte ich f&uuml;r sehr gering. Der Feind der Mehrheit der Weltbev&ouml;lkerung hat seine Maske entg&uuml;ltig runtergenommen. Seit dem 24.3.99 k&ouml;nnen alle in das offene Gesicht der NATO-Staaten blicken, wenn sie denn wollen!</P>

<P><b>Venceremos!</b></P>

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