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	<title>Flugblatt (2) der Initiative  zum Jahrestag des Krieges ...</title>
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<h2>Weiter so Deutschland! Weiter so Linke!</h2>
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<b>Fakten, Fakten, Fakten</b><br>
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Am 24. M&auml;rz 1999 durfte Deutschland erstmals seit 1945 aktiv Krieg f&uuml;hren. Das Er-gebnis ist ein von der Bundesrepublik Jugoslawien faktisch unabh&auml;ngiges Kosovo, des-sen Ordnung von Milit&auml;rs verschiedener Staaten garantiert wird. Innerhalb dieser Ordnung k&ouml;nnen v&ouml;lkisch-rassistische M&ouml;rderbanden, deren Mitglieder sich vornehmlich aus der angeblich aufgel&ouml;sten sogenannten Kosovo-Befreiungs-Armee UCK rekrutieren, fast ungehindert die Vertreibungen diverser sogenannter Ethnien praktizieren. So wurden alle serbischen Juden, fast alle Roma und t&uuml;rkischen Juden sowie etwa 300 000 Serben aus dem Kosovo vertrieben. Hauptaktionsgebiete dieser v&ouml;lkischen Rassisten sind dabei die deutsche und die britische Zone. Im Verlaufe dieser Ordnung wurde au&szlig;erdem die DM als neue Leitw&auml;hrung eingef&uuml;hrt.
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<b>Make War, Not Love!</b>
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W&auml;hrend des Krieges hatte sich im Land mit ehemals einer der gr&ouml;&szlig;ten Friedensbewegung der Welt kaum wahrnehmbarer Protest gegen diesen Krieg erhoben. Dieser Krieg wurde n&auml;mlich von einer Regierung gef&uuml;hrt, die antifaschistisch argumentierte und sich bez&uuml;glich Milosevic sogar gegen Nationalismus stellte.<br>
 Herzlich wenige haben praktische Schl&uuml;sse daraus gezogen, da&szlig; diese Art von Antifaschismus schon l&auml;ngst den Schulterschlu&szlig; mit Auschwitzleugnern vollzogen hat und dieser Antinationalismus nur die moderne Variante des alten Titels "am deutschen Menschenrechtswesen soll die Welt genesen" bedeutet.
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Links neben diesen regierenden Gutmenschen im Parlament steht n&auml;mlich eine au&szlig;er- und innerparlamentarische Opposition, die ebenfalls antifaschistisch argumentiert und gegen Nationalismus auftritt und die au&szlig;erdem punktuell gegen diesen Krieg war. So produzierte diese Opposition in erster Linie Papier, dessen Beschriftung z.B. auf die Einhaltung des V&ouml;lkerrechts pochte, so als wenn dieses Recht von V&ouml;lkern und nicht von Staaten handeln w&uuml;rde. Beim n&auml;chsten Krieg wird deshalb ganz offiziell eine Kriegserkl&auml;rung verfa&szlig;t werden m&uuml;ssen, damit dem V&ouml;lkerrecht Gen&uuml;ge getan ist, womit dann auch die PDS als gr&ouml;&szlig;tes linkes Korrektiv der Regierung ihre staatsb&uuml;rgerlich wertvolle Aufgabe erf&uuml;llt h&auml;tte. Wichtig war gro&szlig;en Teilen dieser Opposition auch, da&szlig; die BRD-Regierung ohne Zustimmung der UNO Krieg f&uuml;hrte. Deshalb hatte diese Linke ja auch so wenig gegen den Einsatz in Somalia einzuwenden, als die UNO-Friedenstruppen die zuvor deutlich friedlicheren Zeiten beendeten, um mal kurz 4 000 Somalis abzuschlachten und bayerischen Bundeswehr-Einheiten die Gelegenheit gaben, Folterungen zu &uuml;ben. Die Somalis mu&szlig;ten damals ohne die Hilfe der sonst &uuml;blichen folgen- und daher nutzlosen Solidarit&auml;tsbekundungen deutscher Linker f&uuml;r die "Opfer nationalistischer/v&ouml;lkischer Machtpolitik" ihre Besatzer rauspr&uuml;geln, um seitdem wieder in deutlich friedlicheren Bahnen zu verelenden.
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<b>War Pigs!</b>
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Diese Linke m&ouml;chte nicht die Wahrheit &uuml;ber den Wegfall der UdSSR sagen, der die ungest&ouml;rte Zugriffsm&ouml;glichkeiten der siegreichen imperialistischen Staaten auf ein Sechstel der Welt er&ouml;ffnete. Da&szlig; dieser Zugriff kein Wohlfahrtsprogramm darstellt, m&uuml;&szlig;te allen klar sein, die bereit sind, die dramatische Verelendung fast aller in Osteuropa lebenden Menschen &uuml;berhaupt zur Kenntnis zu nehmen. Und da&szlig; dieser Zugriff in einer Welt, deren &ouml;konomisches Fundament die erbarmungslose Konkurrenz der in ihr lebenden Menschen ist, nicht ohne interne Auseinandersetzungen der Profiteure abge-hen kann, ist ebenso klar.<br>

Als die BRD mit dem Ende der UdSSR gr&ouml;&szlig;er geworden war, konnte sie dementsprechend gegen&uuml;ber ihren imperialistischen Mitkonkurrenten auch neue Anspr&uuml;che stellen. Die sogenannten blockfreien Staaten sind dabei neben der UdSSR und seinen direkt befreundeten Staaten zur Beute geworden, um die sich die imperialistischen Staaten rei&szlig;en. Jugoslawien wurde so erneut bevorzugtes Objekt deutschen imperialistischen Strebens. In diesem Kontext konnte und mu&szlig;te die BRD beweisen, da&szlig; sie nicht nur diplomatisch, wie bei der fr&uuml;hzeitigen Anerkennung Sloweniens und Kroatiens, &ouml;konomisch, wie bei der Errichtung von DM-Zonen in ebendiesen Gebieten, sondern auch prinzipiell milit&auml;risch mitspielt. Dieses Kriegsziel wurde erreicht, und nebenher wurden die ehemaligen Dollar-Zonen Bosnien-Herzegowina, Mazedonien und Albanien in DM-Zonen verwandelt.<br>

Dies wird wiederum von einem Teil der Linken, die ihren antiamerikanischen Nationalismus immer noch f&uuml;r eine dissidente Position h&auml;lt, mit einer Emanzipation von den USA verwechselt. Der gr&ouml;&szlig;ere Rest der Linken hat sich jedoch mit seiner Fixierung auf Antifaschismus, Demokratie und Menschenrechte sein eigenes Grab geschaufelt und wundert sich nun, da&szlig; er bald reinplumpsen wird.
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<b>The Future of War</b>
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Dagegen wollen wir darauf hinweisen, da&szlig; immer dann, wenn in Berlin monumentale Repr&auml;sentationsbauten geplant wurden, Deutschland den n&auml;chsten Krieg plante, und immer dann, wenn der Standort Kiel florierte, die Zerst&ouml;rung nahe war.
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Kiel, 24. M&auml;rz 2000<br>
<p align="right"><b>Initiative Kein Frieden mit der NATO</b></p>

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