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	<title>Kein FriedeN mit der NATO - Flugblatt 1. September '99 - Hamburg</title>
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<td><img src="../images/antikriegstag.gif" width=212 height=300 border=0 alt="" align="middle">
<h2>	Sch&ouml;ne neue Welt</h2>


<b><font size="+1">Endlich haben wir sie: die menschrechtsorientierte Zivilgesellschaft in deutscher Uniform!</font></b><br><br>

Es ist schon ein Bravourst&uuml;ck, wie schnell und erfolgreich die BRD-Gesellschaft sich umger&uuml;stet hat, von ihrem Exportschlager Sozialpartnerschaft zur althergebrachten deutschen Waffe "V&ouml;lkischer Rassismus". Seit der Wiedervereinigung setzt man sich &uuml;ber alle Versuche anderer Staaten, diese Dynamik zu bremsen, bedenkenlos hinweg. <br>
Der Umbau der BRD-Gesellschaft zu einer moralisch hochaufgeladenen Volksgemeinschaft mit militarisiertem Sendungsbewu&szlig;tsein findet mit atemberaubender Geschwindigkeit statt. Dabei wird ungehindert auf unter der Maske demokratischer Strukturen verborgene faschistische Strukturen zur&uuml;ckgegriffen. Nach der Umwandlung der DDR-B&uuml;rgerrechtsparole von "Wir sind das Volk" in die gesammtdeutsche Blut und Boden Variante "Wir sind ein Volk" und dem Abw&uuml;rgen jeglicher Eigenst&auml;ndigkeit bei der Transformation der Ex-DDR in eine kapitalistische Gesellschaft wurde der Volksbegriff militant eingedeutscht. Daraufhin wurden 1991-92  in konzertierter Aktion von faschistischem Stra&szlig;enterror und politischem Herrschaftspersonal die gesellschaftlichen Grundlagen daf&uuml;r geschaffen, um den antifaschistischen Restbestand des Asylrechts abzuschaffen. Rostock-Lichtenhagen bildete dabei den H&ouml;hepunkt einer ganzen Reihe von v&ouml;lkisch-rassistisch getragenen und staatlich verwerteten Pogromen. Die Rechtlosigkeit der "Nichtdeutschen" bis hin zumRecht auf Leben wurde auf Dauer zementiert.<br>
Da die einzige massengetragene Reaktion auf die fast offensichtliche Zusammenarbeit von militanten Nazis und Staat das Anz&uuml;nden von Kerzen f&uuml;r die Todesopfer der Kampagne waren, konnte die politische Klasse von der prinzipiellen Durchsetzbarkeit staatsterroristischer Herrschaftspolitik ausgehen und bekam gleich noch die Vermittlungsmethode f&uuml;r's Volk frei Haus dazu: Die moralische Tr&auml;nendr&uuml;se!<br>
Der Weg f&uuml;r das gro&szlig;e Abenteuer expansiver Au&szlig;enpolitik war frei! Seit dem werden sowohl das Herrschaftspersonal als auch die Bev&ouml;lkerung st&uuml;ckweise auf die Exekution militarisierter Au&szlig;enpolitik vorbereitet.<br><br>

Der deutsche Imperialismus stellt die gegebene Aufteilung der Welt wieder militant in Frage. Seit dem 24 M&auml;rz 1999 ist Vollzug gemeldet. Das Schlachtfest um ihre Neuaufteilung ist er&ouml;ffnet.<br>
Im Ergebnis des j&uuml;ngsten Jugoslawienkrieges l&auml;&szlig;t sich aus der Sicht des Herrschaftspersonals leicht festhalten: Die Volksgemeinschaft wankt - aber sie f&auml;llt nicht!<br>
Als entscheidender Pr&uuml;fstein kann ohne weiteres die gr&uuml;ne Partei, die Organisation des b&uuml;rgerlichen Moralismus bewertet werden. Sie hat sich mit ihrem "Wenn und Aber" in den Dienst der imperialistischen Agression gestellt. Dabei waren nicht einmal gr&ouml;&szlig;ere Reibungsbverluste zu verzeichnen. Die Gesinnungsantimilitaristen sind am Zusammenhalt der politischen Heimatorganisation zu sehr interessiert, um der Zerst&ouml;rung der &Ouml;konomie und der sozialen Grundlagen einer ganzen Region etwas entgegenzusetzen. Die aktive Tr&auml;gerschaft f&uuml;r imperialistische Politik hat eben durchaus verschiedene Grundlagen, und sei es nur blanker Opportunismus. Im Zweifelsfall aber gilt: Deutsch sein ist alles, Krieg ist nichts!<br><br>

Dementsprechend wird der sich zur Zeit im Kosovo voll entfaltende v&ouml;lkische Rassismus als b&uuml;rokratisches Problem der Besatzungsmacht NATO in die K&ouml;pfe philiosophiert und an der Vernichtung der noch nicht unterwerfungswilligen Restbestandteile der Region weitergearbeit. S&uuml;dosteuropa wird von der NATO in ein Labor f&uuml;r die Beherrschungsmethoden hochbeschleunigter Verarmungsprozesse umgewandelt. In diesem Sinne war das Egebnis des ersten deutschen Krieges nach 1939-45 politisch gewollt, mit allen durchscheinenden Auswirkungen.<br><br>

Die Situation f&uuml;r uns, die mal mehr mal weniger radikale antimilitaristische Opposition ist haarstr&auml;ubend.<br>
Reduziert auf die politische Wirksamkeit eines Kanninchenz&uuml;chtervereins, schwanken die Positionen zum Krieg in den 1000 aufgeworfenen Widerspr&uuml;chen hin und her. 
<ul><li>Was hei&szlig;t "Antiimperialismus", wenn diejenigen, die sich dem Herrschaftsanspruch der kapitalistischen Zentren widersetzen, dem Nationalismus oder schlimmer noch: dem v&ouml;lkischen Rassismus huldigen? 
<li>Was soll das, wenn diejenigen, die am lautesten von "Menschenrechten" quatschen, die politischen Fratzen des Systems sind - daswaren doch sonst immer wir?!
<li>Verfolgt die Zerst&ouml;rung Jugoslawiens einen definierbaren &ouml;konomischen Zweck, oder wirkt ein von der Vernunft enthobenes Prinzip des Kapitals??</ul><br>

Die Aussicht, da&szlig; schnelle Kl&auml;rungsprozesse unsere Position entscheidend verbessern, tendiert gegen Null. Was bleibt ist, da&szlig; wir uns in Permanenz mit den Kampfprozessen weltweit konfrontieren, um zu lernen, wir wir als Utopisten und revolution&auml;re Linke in eine Situation intervenieren k&ouml;nnen, die zunehmend von barbarischen Konkurrenzk&auml;mpfen gepr&auml;gt wird.
<br>
<b>Das Modell Deutschland ist mobil - la&szlig;t uns Sand in's Getriebe streuen!
<br><br>
<font color="Red"><i>Initiantive</i>
<i>KEIN FRIEDEn mit DER N A T O</i></font></b>



	
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