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	<title>Kein FriedeN mit der NATO - Aufruf zu antimilitaristischen Aktionen auf der Kieler Woche</title>
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<P><b>Krieg gegen Jugoslawien - St&ouml;ren wir das Kieler Milit&auml;rspektakel</b></P>

<h1>Militaristen kielholen!</h1>

<P>Die Kieler Woche dient seit ihrer Gr&uuml;ndung der milit&auml;rischen Zurschaustellung von Waffensystemen, deren einziger Zweck darin besteht, zu zerst&ouml;ren und zu vernichten. Sie war im Kaiserreich ein militaristisches Spektakel, blieb es in Nazi-Deutschland und sie ist es auch heute noch. Die im Rahmen des Volksfestes pr&auml;sentierten Flotteneinheiten waren notwendige Bestandteile des milit&auml;rischen Apparates zur Durchsetzung der imperialistischen Ziele Deutschlands. Ziele, die zum ersten und zweiten Weltkrieg f&uuml;hrten. Im Kalten Krieg war das das wiederaufger&uuml;stete bundesdeutsche Milit&auml;r zun&auml;chst in die arbeitsteiligen Strukturen der NATO eingebunden. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und der sog. &quot;Wiedervereinigung&quot; hat sich die Rolle der BRD und die Aufgabenbestimmung NATO grundlegend ver&auml;ndert. Die NATO verwandelte sich in ein Zweckb&uuml;ndnis offen konkurrierender M&auml;chte, das gerade die Existenzgrundlage von circa 10 Millionen Menschen in Jugoslawien unter dem Vorwand eine &quot;humanit&auml;re Katastophe&quot; zu verhindern, wegbombt. Bei der Ausdifferenzierung des NATO-B&uuml;ndnisses ist die BRD eine treibende Kraft.</P>

<h2>Volksfest mit militaristischem Hintergrund</h2>
<p>Bei der allj&auml;hrlichen Kieler Woche sollen wir durch Besichtigungen von Kriegsschiffen, Marineempf&auml;ngen und anderem milit&auml;rischen Begleitprogramm f&uuml;r Kriegstechnik und Milit&auml;r begeistert werden. Aufwendige Technikvorf&uuml;hrungen, Paradeuniformen, Schie&szlig;&uuml;bungen in der Hohwachter und Kieler Bucht stellen das Milit&auml;r als reinen Selbstzweck dar. Die Existenz von Milit&auml;r und ihren Vernichtungswaffen soll uns bei Festen wie der Kieler Woche als unkritisierbare Tatsache und Teil des gesellschaftlichen Normalzustandes vermittelt werden. Doch das widerliche Geprotze mit der Flotte, das Jahr f&uuml;r Jahr die Herzen deutscher Militaristen und Nationalisten h&ouml;her schlagen l&auml;&szlig;t, k&ouml;nnte dieses Jahr kleiner ausfallen: Einige der Mordwerkzeuge erf&uuml;llen gerade ihren Hauptzweck, die milit&auml;rische Durchsetzung imperialistischer Ziele in Jugoslawien, und stehen daher zu Repr&auml;sentationszwecken nicht zur Verf&uuml;gung. So scho&szlig; der amerikanische Lenkwaffenzerst&ouml;rer &quot;Philippine of Sea&quot;, der noch 1996 w&auml;hrend der &quot;Open Ship&quot; zu besichtigen war, die ersten Cruise Missile auf Jugoslawien. Auch der Marinestandort Kiel ist am Krieg gegen Jugoslawien beteiligt. Die Zerst&ouml;rer &quot;M&ouml;lders&quot;, &quot;L&uuml;tjens&quot; und &quot;Rommel&quot; wurden seit 1995 permanent in der Adria eingesetzt, das hochmoderne Aufkl&auml;rungsschiff &quot;Oker&quot; war durch ihre elektronische Kriegsf&uuml;hrung bis Mitte Mai direkt am Krieg beteiligt.</p>

<h2>Worum geht der Krieg gegen Jugoslawien?</h2>
<p>Der Krieg gegen Jugoslawien hat nichts mit dem zu tun, was die Rede von der Verhinderung einer &quot;humanit&auml;ren Katastrophe&quot; unterstellt. Unter den Folgen der Bombardierungen der NATO wird die Bev&ouml;lkerung im gesamten Jugoslawien noch Jahrzehnte leiden. Systematisch wurden die Lebensgrundlagen der in der Region lebenden Menschen zerst&ouml;rt. Die Angriffe richteten sich gegen die Strom- und Wasserversorgung, Fabriken, Verkehrverbindungen und sogar durch die Bombardierung von Krankenh&auml;usern gegen die medizinische Versorgung. Die Zerst&ouml;rung von Raffinerien und chemischer Fabriken wird Umweltverseuchungen mit unabsehbaren Folgen nach sich ziehen. Der Krieg dient nicht der &quot;humanit&auml;ren Nothilfe&quot; sondern der Durchsetzung von Gro&szlig;machtinteressen der f&uuml;hrenden Weltwirtschaftsm&auml;chte. Auf dem Balkan sichern sich die USA und Europa zusammen und gleichzeitig in Konkurrenz zueinander das politische und &ouml;konomischer Feld. Kleine Staaten sind generell leichter in politischer und &ouml;konomischer Abh&auml;ngigkeit zu halten als gro&szlig;e - daher die Unterst&uuml;tzung der nationalistischen Spaltungstendenzen auf dem Balkan mit dem Ergebnis der Aufsplitterung des fr&uuml;heren Jugoslawiens. In seiner politischen und milit&auml;rischen Unabh&auml;ngigkeit steht Rest-Jugoslawien immer noch der Machtpolitik der NATO entgegen. Den 
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NATO-Staaten geht es in diesem, wie in anderen F&auml;llen um die weltweite Durchsetzung ihrer imperialistischen Interessen: Entweder durch Einrichtung b&uuml;rgerlich-kapitalistischer Staaten oder Installation anderer von ihm abh&auml;ngiger Machthaber. Desweiteren geht es um die Optimierung der Verwertungsbedingungen des Kapitals und um geostrategische Frontstellungen dort, wo Gebiete angrenzen, in denen die &ouml;konomischen und politischen Interessen der Weltm&auml;chte noch nicht durchgesetzt werden k&ouml;nnen - und schlie&szlig;lich um die Demonstration, da&szlig; die NATO zu all dem wirklich die Macht hat. In Jugoslawien geht es den NATO-Staaten darum, Verkehrswege in die &ouml;lreichen mittelasiatischen Staaten an Ru&szlig;land vorbei zu errichten. Das ist ein Vorhaben, bei dem eine milit&auml;risch handlungsf&auml;hige auf Ru&szlig;land orientierte Regionalmacht wie Jugoslawien im Weg ist. Eine wesentliche Rolle spielt dabei unter anderem der 01-Transit, eine zuk&uuml;nftige Pipeline-Trasse. Aktuelle Bedeutung &uuml;ber die Hintergr&uuml;nde des Krieges gegen Jugoslawien erlangt dabei eine Studie der International Energy Agency (IEA) von 1998. So schlo&szlig; Rum&auml;nien 1998 ein Memorandum mit dem italienischen Energiekonzern &uuml;ber eine Pipeline von Constanta nach Triest, durch Serbien, sowie einen weitere Studie &uuml;ber deren Durchf&uuml;hrbarkeit. Die Alternativen der Pipeline gehen durch das Kosovo oder &uuml;ber die Donau in den europ&auml;ischen Metropolen. Die USA f&ouml;rderte die Studie mit 650. 000 $. Mehrere US-Firmen haben sich bereits um den Bau der Pipeline beworben. Das Pipelineprojekt beweist, da&szlig; S&uuml;dosteuropa als Transitregion von geostrategischer Bedeutung f&uuml;r die um die Vorherrschaft in Osteuropa k&auml;mpfenden Weltm&auml;chte USA und Europa ist. Nach fast zwei Kriegsmonaten hat die NATO die Lebensgrundlage von fast 10 Millonen Menschen (darunter auch die der angeblich von der NATO besch&uuml;tzten albanischen Bev&ouml;lkerungsgruppe im Kosovo) weggebombt. Zwei Monate lang haben sich die NATO-Staaten geweigert, das Fl&uuml;chtlingselend durch &Ouml;ffnen ihrer Grenzen zu beeenden, was auch gar nicht politisch gewollt wird. </p>

<h2>Die Rolle der BRD im Krieg</h2>
<p>Seitdem die BRD1990 die volle staatliche Souver&auml;nit&auml;t erlangt hat, versucht die bis dahin nur wirtschaftliche Gro&szlig;macht BRD ihre imperialistischen Ziele in Europa auch milit&auml;risch durchzusetzen. Die Rot-Gr&uuml;nen MilitaristInnen vollenden nun, was die schwarz-gelbe Regierung begonnen hat: Die Durchsetzung deutscher Interessen mit allen Mitteln und damit die R&uuml;ckkehr zur militr&auml;rischen Intervention an jedem Ort dieser Welt zur Wahrung deutscher Kapitalinteressen. Das Interesse der BRD ist der Aufstieg zur europ&auml;ischen F&uuml;hrungsmacht, nicht nur &ouml;konomisch sondern auch politisch und damit milit&auml;risch. Hier steht Deutschland in Konkurrenz mit den USA, was die kapitalistische Neuordnung Ost- und S&uuml;dosteuropas angeht. Das deutsche Konzept ist dabei, die Neuordnung dieses Weltteils anhand v&ouml;lkischer  Kriterien. Es wird versucht, die bisherigen staatlichen Strukturen von Regionen wie in S&uuml;dosteuropa auseinanderzunehmen, in denen es soziale Spannungen gibt. Die sozialen Spannungen werden gezielt in scheinbar ethnische Konflikte verwandelt und so eine Gewaltspirale aus Terror und Gegenterror in Gang gesetzt, an dessen Ende &quot;ethnisch  homogene&quot; vom BRD-Kapital abh&auml;ngige Kleinstaaten entstehen sollen. Oberb&uuml;rgermeister Gansel hat als au&szlig;enpolitischer Sprecher der SPD diesen Proze&szlig; aktiv durch Unterst&uuml;tzung der separatistischen Bestrebungen vorangetrieben. Die Durchsetztung der internationalen Anerkennung Kroatiens und Sloweniens durch die BRD ist ein erster auf Leichenbergen gegr&uuml;ndete Erfolg dieser BRD Strategie. Gleichzeitig wurde der Brandsatz f&uuml;r weitere Kriege in Jugoslawien gelegt.  Die BRD unterst&uuml;tzte mit finanziellen Mitteln auch andere separatistische Tendenzen in Jugoslawien, wie die nationalisitsche UCK, um durch Destabilit&auml;t in den jeweiligen Regionen Einflu&szlig; zu nehmen und ihnen genehme Herrschaftsapparate zu installieren. 
Die Intervention gegen Jugoslawien wird - mit oder ohne G 8 Frieden - vor Erreichung dieses Zieles nicht Halt machen.
Die Rot-Gr&uuml;ne Koalition bedauert die untergeordnete Rolle der Bundeswehr in ihrem ersten Angriffskrieg. Sie will die Interventionsf&auml;higkeit durch massive Aufr&uuml;stung von Marine und Luftwaffe zur Erh&ouml;hung der Truppentransportkapazit&auml;ten verbessern. Der Krieg gegen Jugoslawien ist der Beginn der milit&auml;rischen Interventionspolitik der Berliner Republik.</p>

<h3>Stellen wir uns auf einen langen antimilitaristischen Kampf ein!</h3>

<h3>NEIN ZUM NATOANGRIFFSKRIEG</h3>

<h3>Zeigen wir den Kriegshetzern und Militaristen zu Beginn der Kieler Woche demonstrativ unseren Protest. </h3>

<h3>F&uuml;r phantasievolle und wirksame St&ouml;rungen und Behinderungen der militaristischen Propaganda auf der und um die Kieler Woche.</h3>

<b>Initiative <i>Kein FriedeN mit der NATO</i> &#149; Avanti- Projekt undogmatische Linke </b>


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